Was bietet MASH?

Die Selbsthilfe-Initiative richtet sich an Menschen, für die Angst zum Problem geworden ist. Gegenstand der Selbsthilfearbeit ist Angst in ihren zahlreichen Facetten:

Panikstörung: Wiederkehrende unerwartete, für den Betroffenen nicht erklärbare Panikattacken verbunden mit z. B. Herzrasen, Angst verrückt zu werden, Atemnot, Brustschmerzen, Erstickungsgefühle und Schwindel.

Agoraphobie: Angst vor und Vermeiden von Orten oder Situationen, in denen eine Flucht schwierig wäre – etwa auf Plätzen, in Menschenmengen und Warteschlangen, bei Fahrten in Bus, Zug, U-Bahn oder Auto.

Generalisierte Angststörung: Monatelange anhaltend starke, frei flottierende Ängste, Sorgen (um sich selbst und die eigene Gesundheit, um Angehörige und deren Gesundheit, Angst, dass nahestehende Personen verunglücken könnten usw.), Anspannungsgefühle auch bei Alltagsproblemen, meist begleitet von Schlafstörungen, Nervosität und Reizbarkeit.

Soziale Phobie: Angst- und Vermeidungsreaktionen bei sozialen Anforderungen – etwa in Gegenwart anderer zu sprechen, zu essen, zu schreiben, an Partys teilzunehmen.

Spezifische Phobien: Unbegründete starke Angstreaktion gegenüber Angstobjekten wie Tieren (Spinnen, Schlangen) oder Situationen (Höhe, Flugzeuge).

 

Arbeit in Selbsthilfegruppen

In 16 – 18 Gruppen treffen sich durchschnittlich etwa 180 Menschen mit Angststörungen, um gemeinsam einen Weg aus ihrer Problematik zu suchen. Insgesamt hat der Verein seit 1989 über 20.000 betroffenen Personen geholfen. Viele von ihnen sind nach zwei- bis dreijähriger Gruppenzugehörigkeit soweit genesen oder können mit ihrer Angstproblematik so gut umgehen, dass sie wieder ein normales Leben führen können.

Die Selbsthilfegruppen werden von erfahrenen, ehemals selbst Betroffenen moderiert und angeleitet. Sie erhalten bei MASH eine Schulung und werden durch Fachpersonal unterstützt.

Die regulären Selbsthilfegesprächsgruppen sind nach drei Altersstufen unterteilt. Es gibt Gruppen für Menschen bis 25 Jahre, ab 25 bis 40 Jahre und für Menschen über 40 Jahre. MASH bietet je nach Bedarf und Nachfrage auch spezielle Gruppen für jeweilige Krankheitsbilder an. Zusätzlich zu den Selbsthilfegesprächsgruppen werden nach Bedarf auch Trainingsgruppen, beispielsweise für Sozialphobiker oder Agpraphobiker, sowie Theater- oder Sportgruppen angeboten. Zur Zeit trifft sich zum Beispiel regelmäßig eine Bouldergruppe, unter dem Motto „Bouldern mit der Angst“.

 

Beitrag

Zum größten Teil wird die Arbeit der MASH durch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München gefördert. Außerdem erhalten wir Gelder aus der Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir sind zusätzlich verpflichtet einen Eigenanteil an der Gesamtfinanzierung zu erwirtschaften und erheben deshald folgende Teilnehmerbeiträge für die Gruppenmitgliedschaft:

Regelbeitrag:                         30 Euro pro Monat

Ermäßigter Beitrag:*              15 Euro pro Monat

Bei besonderer Bedürftigkeit kann eine weitergehende Beitragsermäßigung oder Beitragsfreiheit mit formlosem Schreiben und entsprechenden Nachweisen beantragt werden.

 

Fördermitgliedschaft: Wer sich bereit erklärt, den Trägerverein Angst-Hilfe e.V. für wenigstens zwei Kalenderjahre als Fördermitglied mit einem jährlichen Förderbeitrag von mindestens 60 EURO zu unterstützen, für den wird folgender Gruppenbeitrag erhoben:

Regelbeitrag:                          10 Euro pro Monat

Ermäßigter Beitrag:*                5  Euro pro Monat

 

Die Fördermitgliedschaft enthält:

  • Teilnahmemöglichkeit an Veranstaltungen des Vereins (kostenlos oder zu günstigen Beiträgen/Preisen (Gruppen, Beratungen, Seminare, Vorträge, Brunches, Informationen usw. )
  • Kostenloses Jahresabo der Angst-Zeitschrift „daz“ während der Mitgliedschaft
  • Bevorrechtigte Bereitstellung eines Gruppenplatzes (im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten )
  • Zusätzliche Informationen und Veranstaltungshinweise

 

*) Für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose und Sozialleistungsempfänger (Vorlage entsprechender Belege)