angstfrei.news Feed abonnieren Teilen auf Facebook Teilen auf Twitter Teilen auf WhatsApp Teilen auf Xing Teilen auf Linkedin
« »

Abschied | 20. März 2021

Anne

Liebe Leser:innen,

in dieser Woche widmen wir uns dem Thema Abschied. Ein Thema so groß, wie klein. Schon morgens früh, wenn wir das Haus verlassen, oder die Kinder zur Schule gehen (wenn denn Präsenzunterricht stattfindet), verabschieden wir uns. Dies ist meistens nur ein Küsschen, ein kurzes Tschüss. Man sieht sich ja in ein paar Stunden wieder. 

Dann gibt es natürlich Abschiede, die etwas schwerer fallen. Der erste Auszug aus dem Elternhaus, ein Abschied der unterschiedlichste Gefühle mit sich bringt. Freude und Vorfreude auf eigenen Füßen zu stehen, ein Gefühl von Freiheit, aber auch ein mulmiges Gefühl ob der großen Verantwortung, die die neue Eigenständigkeit mit sich bringt. Auch ein Umzug, bedingt durch Job und/oder Liebe, hat einen bunten Gefühlscocktail im Gepäck oder im Umzugskarton. Und dann gibt es natürlich noch den einen, den endgültigen Abschied. 

An dieser Stelle möchte ich schon mal eine Triggerwarnung aussprechen. Denn in unseren Texten in der Rubrik von Mensch zu Mensch geht es diesmal um den Tod und das Abschied nehmen. Falls diese Themen dich zu stark belasten, überspringe die Texte vielleicht lieber. Achte bitte gut auf dich.

Unser Schwarzbrot ist diese Woche reich belegt mit Achtsamkeit. Wir haben für euch zusammengefasst, was Achtsamkeit ist, welche Methoden es gibt und vieles mehr. Aber zu viel möchte ich nicht vorgreifen, lest selbst. 

Auch ein Nachrichtenstrauß ist für euch zusammengestellt worden, mit den wichtigsten Entwicklungen der letzten Woche, im In- und Ausland. 

Eine schöne Woche wünschen euch Anne und das Team von angstfrei.news. 

Wenn ihr Zeit, Lust und Interesse habt, auch mal in unserer Redaktion mitzumischen, dann schreibt uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder schreibt uns eine kurze E-Mail an angstfrei.news@gmail.com.

Ganz wichtig: Was meint ihr zum Konzept und zu dieser Ausgabe? Bitte gebt uns ein kurzes Feedback - das wäre hilfreich und sehr nett.

Übrigens nehmen wir unser Motto ernst: Angst hat eine Stimme - Deine. Wir sind ein Team von Freiwilligen und schreiben über unsere Angst-, Lebens- und Alltagserfahrungen, ohne ein Richtig oder Falsch, oft mit Verstand und immer mit Herz. Wir freuen uns über dich in unserem Team. Trau dich einfach und schreib uns eine Mail an angstfrei.news@gmail.com, oder über Instagram

Die gute Nachrichten der Woche

Impfshuttle helfen Menschen und Taxigewerbe
Der Zweitligist FC Heidenheim (Fußball Bundesliga) bietet seit Anfang des Monats einen kostenlosen Shuttle-Service für Impfungen an. Damit insbesondere ältere alleinstehende oder anderweitig eingeschränkte Menschen ihre Termine wahrnehmen können, werden dafür die Transportmittel, die sonst der Jugendabteilung zur Verfügung stehen, eingesetzt. Die großen Busse böten die nötige Hygienesicherheit und entsprechende Mobilität. Ein Ende des Services haben die Verantwortlichen noch nicht festgelegt.

Das Land Berlin zahlt die Taxifahrten zur Impfung für Menschen über 70 Jahren. Das hilft nicht nur ihnen, sondern auch dem Taxigewerbe. Es kann sich über bisher über 10.000 abgewickelte (und bezahlte) Fahrten freuen. Das hilft der Branche, insbesondere mit Blick auf die großen Umsatzeinbrüche des letzten Jahres. 
Sportbuzzer
WDR

Schwarzbrot: Jetzt auch noch achtsam sein! 

Miriam

Die negativen psychischen Auswirkungen der Corona-Krise wurden im Pandemieverlauf häufiger erforscht. So gaben bei den unter 60-Jährigen vor allem Frauen an, im Corona-Lockdown im Frühling 2020 häufig Symptome von Angst und Depressionen verspürt zu haben. Kann hier Achtsamkeitsmeditation helfen? Oder ist das nur ein weiterer stressiger Punkt auf der ohnehin vollen To-Do-Liste?

Ein Jahr Corona-Krise! Das ist auf so vielen Ebenen herausfordernd! In einer Umfrage eines Zukunftsforschers zum Jahresende 2020 zu den vorherrschenden Gefühlen in der Pandemie gaben 83% die Sorge vor der Ungewissheit an. Hinzu kommen die immer noch relativ „neuen" Bedrohungen durch z.B. Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust und natürlich auch das Virus selbst nebst Varianten.

Diese Herausforderungen bewirken einen ganzen Cocktail von Gefühlen in uns Menschen. Wir bei Angstfrei.News werden ja nicht müde, darüber zu schreiben. Das kann Angst, Hilflosigkeit oder Trauer sein bis hin zu Schuldgefühlen, evtl. jemanden angesteckt zu haben. In der Reihe „Achtsam" bei Deutschlandfunk Nova haben sich die Psychologin Main Huong und die Moderatorin Diane Hielscher eine ganze Folge lang sehr unterhaltsam damit beschäftigt, wie Achtsamkeit in der Corona-Krise zu mehr innerer Ruhe und Stressabbau führen kann. Gerade in der Pandemie! Doch dazu später.

Ist Achtsamkeit gleich Selbstoptimierung?

Der Begriff „Achtsamkeit“ wird inflationär gebraucht und oft mit „Selbstoptimierung" gleichgesetzt. Im Silicon Valley bieten viele Unternehmen Achtsamkeitstrainings für Mitarbeiter:innen an. Dabei wird den Trainierenden oft die Eigenverantwortung für ihr Stresslevel übertragen. Die Soziologin Greta Wagner, die zu Selbstoptimierung und Erschöpfung publiziert, kommentiert weiter: „Die Einstellung von mehr Personal würde den Stress oft effektiver mindern, aber zu höheren Kosten."

Was ist Achtsamkeit eigentlich?

Doch Achtsamkeit ist laut Alidina eigentlich etwas völlig anderes: 

„Achtsamkeit bedeutet bewusste Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt verbunden mit Eigenschaften wie Mitgefühl, Neugier und Akzeptanz."

Shamash Alidina in „So leicht geht Achtsamkeit für Dummies"

Die drei wichtigsten Aspekte sind laut der psychiatrischen Abteilung der Uni Michigan:

  • ein sanftes und freundliches Bewusstsein im jeweiligen Augenblick
  • kein Urteilen, wenn der Geist während der Meditation von Stress oder schwierigen Gefühlen überwältigt wird
  • Mitgefühl mit sich selbst und anderen haben mit der Gewissheit, dass wir Schwierigkeiten immer wieder überwinden werden („Es geht vorbei!")

Je nachdem wie es uns gerade seelisch geht, können diese Aspekte total einfach oder unerreichbar erscheinen (oder etwas dazwischen). Aber die gute Nachricht ist: Achtsamkeit kann man trainieren! Es gibt nicht nur viele gute Meditations-Apps, die in die Meditation einführen, sondern auch (Online-)Kurse (MBSR: achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, werden von vielen Krankenkassen teilfinanziert). Oft wird (nach der Rosinenübung natürlich!) mit einer fünfminütigen Sitzmeditation begonnen, bei der man „nur" auf den Atem achtet. Meiner Erfahrung nach ist das gar nicht so leicht, wie es klingt!

Was bringt das in der Pandemie?

Seien wir ganz ehrlich: Erstmal ändern Achtsamkeit und Meditation gar nichts an den Umständen und an unseren Gefühlen und Gedanken dazu. Aber, und das klingt erstmal paradox, genau das macht die Wirkung aus. Wenn wir anfangen zu trainieren, uns z.B. nur auf den Atem zu konzentrieren, bekommen wir erstmal ein Gefühl dafür, wie ablenkend Gedanken und Gefühle sein können. Wir schreiben dann plötzlich im Kopf To-Do-Listen oder verstricken uns in Gefühlen.

Wenn wir dann aber immer wieder freundlich und akzeptierend die Aufmerksamkeit zurück auf den Atem lenken, geschieht folgendes: es überträgt sich langsam auf den Alltag! Auch hier nehmen wir dann Schritt für Schritt eine Meta-Ebene ein, schauen also wie „von oben" auf uns und unsere Gefühle. Das kann sehr hilfreich sein.

Zusätzlich zur Empfehlung, (wieder) zu meditieren, erfahren wir im Podcast „Achtsamkeit und Corona" auch, wie wir die Achtsamkeits-Prinzipien im Alltag leben können. 

Ein Platz für meine Sorgen

Eigentlich heißt die Übung „Sorgenstuhl" und wird in der Psychotherapie angewandt. Die Übung ist ganz einfach: ich setze mich auf einen vorher bestimmten ruhigen Platz in meiner Wohnung. Hier „darf" ich mir über einen festgelegten Zeitraum so viele Sorgen machen, wie ich will. Das aber nur diese, z.B., zehn Minuten lang.

Die Psychologin Main Huong beschreibt, wie sich durch diese Praxis langsam eine akzeptierende Haltung entwickeln kann. Wenn Sorgen außerhalb dieses Zeitfensters auftauchen, kann ich mir sagen: „ich bearbeite das noch, aber eben nicht jetzt."

Ein Zeitfenster für Nachrichten

Ich würde gern behaupten, dass es „reicht", einmal wöchentlich unsere aktuellen Nachrichten von angstfrei.news zu lesen. Aber das könnte dem einen oder anderen nicht reichen. Wichtig ist den Podcast-Moderatorinnen (und auch uns von angstfrei.news), dass Menschen gerade in der Pandemie bewusst Nachrichten konsumieren. Die beiden geben den Tipp, sich ein bestimmtes Zeitfenster dafür zu setzen, wie z.B. zehn Minuten am Tag.

"Der achtsame Umgang mit Medien in Corona-Zeiten ist zum Beispiel auch wichtig. Wir können uns zehn Minuten am Tag mit den Nachrichten beschäftigen und uns dann wieder mit anderen, für uns wichtigen Dingen beschäftigen."

Diane Hielscher, Deutschlandfunk Nova

Wieso denn Werte?

Aber was sind die für mich wichtigen Dinge, mit denen ich mich lieber beschäftigen möchte? Da kann es hilfreich sein, auch mal über Werte nachzudenken. Und das nicht nur, weil Serienschauen irgendwann langweilig wird. Eine Studie an der Charité hat untersucht, wie Sinnerfüllung, Selbstkontrolle und psychische Belastungen während der Pandemie zusammenhängen. Das Ergebnis: Proband:innen, die einen Sinn in ihrem Leben sahen und über Selbstkontrolle verfügten, erlebten deutlich weniger mentalen Stress. Sie konnten sich besser konzentrieren.

Im Folgenden möchte ich auf Sinnerfüllung, also Werte, und Selbstkontrolle und den Zusammenhang mit Achtsamkeit etwas genauer eingehen.

Wenn ich mir meiner wichtigsten Werte bewusst bin, kann ich auch so eine quälend lange Pandemiezeit als sinnvoll erleben. Moderatorin Diane Hielscher empfiehlt das Journaling (Tagebuchschreiben) und erlebt es als wohltuend, schreibend zu beobachten, ob und wie sie ihre Werte lebt.

Kleiner Tipp zur Wertefindung

Die Herausgeber:innen des Achtsamkeitskalenders „Ein guter Plan" haben auf ihrem Blog einen Online-Wertetest gepostet mit einer Anleitung, wie ich meine z.B. Top 5-Werte herausfinde. Im Netz gibt’s aber auch noch viel mehr Werte-Listen.

Einladung zum bewussteren Leben

Jan Lenarz von „Ein guter Plan" schrieb im ersten Lockdown über Achtsamkeit in Pandemiezeiten. Sorgen seien grundsätzlich erlaubt, so Lenarz. Auch er rät zu bewusstem Nachrichtenkonsum und zu Empathie, also Mitgefühl. Krisenzeiten hätten zwar oft eher unsoziale Eigenschaften bei Menschen aktiviert. Dennoch sind wir alle in einer ähnlichen Situation und soziale Bindungen stärken die Resilienz.

„Vielleicht sind existenzielle Herausforderungen nicht immer nur Probleme, die wir lösen müssen. Manchmal sind sie auch kleine Erinnerungen, bewusster zu leben "

Jan Lenarz

Selbstkontrolle

Das Wort klingt erstmal nicht so achtsam. Hier geht es eigentlich nur darum, ob ich in stressigen Zeiten die Ruhe bewahren kann. Psychologin Main Huong beschreibt das Gegenteil von Selbstkontrolle als „Leute auf der Straße anschreien". Selbstkontrolle sei „wie so ein Puffer für den emotionalen Stress“.

Auch ein Experiment von Friese, Messner und Schaffner zeigt die verblüffenden Auswirkungen von Achtsamkeitsmeditation auf Stress. Proband:innen wurden Ekel erregende Videos gezeigt (Pickel ausdrücken usw.). Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt mit folgenden Anweisungen: die erste Gruppe sollte ihren Gefühlen freien Lauf lassen und „durfte“ angeekelt reagieren. Die zweite Gruppe sollte ihre Gefühle unterdrücken und gar nicht reagieren. Die dritte Gruppe sollte auch ihre Gefühle unterdrücken, hat aber nach den Videos fünf Minuten meditiert.

Im Anschluss wurde bei allen drei Gruppen ein Aufmerksamkeitstest durchgeführt. Die wenigsten Fehler hat die Gruppe gemacht, die ihre Gefühle frei äußern durften. Fast genauso gut schnitten die „meditierenden" Proband:innen ab, obwohl sie auch während des Videokonsums ihre Gefühle unterdrückt hatten. Verblüffenderweise halfen hier schon fünf Minuten Achtsamkeitsmeditation, damit die Selbstkontrolle nicht so viel Kraft kostet.

Amygdala-Hijack und Selbstkontrolle

Daniel Goleman nennt es Amygdala-Hijack, wenn dieses für Gefühle zuständige Hirnareal „gekapert“ wird und unser Denken völlig dominiert. Es ist das komplette Gegenteil von Selbstkontrolle.

Dies geschieht, wenn intensive negative Emotionen die völlige Aufmerksamkeit verlangen und es unmöglich machen, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Das hat wahrscheinlich jede:r schon einmal erlebt. Gefühle können so stark werden, dass sie logisches Denken unmöglich machen. Willkommen in der Steinzeit oder besser gesagt im „Kampf-oder-Flucht-Modus" unseres Gehirns.

Wenn der berühmte Säbelzahntiger vor mir steht, sollte ich nicht erst lange die Vor- und Nachteile abwägen, sondern: rennen. Leider ist dieser Steinzeit-Modus uns in die heutige Zeit gefolgt und wird auch in Stresssituationen aktiv, bei denen logisches Denken helfen würde. Die für Emotionen zuständigen Hirnareale Amygdala und Limbisches System werden dann befeuert und der für das logische Denken verantwortliche präfrontale Kortex wird blockiert.

Achtsames Meditieren kann dazu führen, dass Gefühle uns nicht mehr scheinbar überschwemmen und alles dominieren. Das ist besonders in der Pandemie eine willkommene Abwechslung.

Mein Fazit und meine Erfahrung ist, dass Achtsamkeitsmeditation und das Etablieren achtsamer Werte wie Akzeptanz oder Verhaltensweisen wie Journaling (Tagebuchschreiben) fast immer hilfreich zur Stressreduktion ist. Besonders sinnvoll erscheinen mir die Methoden aber in der Pandemie, was auch die Studien zeigen. Gerade weil noch kein Ende abzusehen ist, und die Herausforderungen diffus weiterwirken. Also: Meditationskissen aus dem Keller geholt und los!

Disclaimer: Die hier genannten Tipps können in einer akuten Panikattacke evtl. nicht „ausreichen". Bitte holt Euch in so einem Fall unbedingt (professionelle) Hilfe. Achtsamkeitsmeditation ist eine gute Möglichkeit, Ängste zu reduzieren, erfordert aber regelmäßiges Training.

Dieser Artikel ist Teil der losen Reihe von Basisinformationen zur COVID-19-Pandemie. In dieser Rubrik möchten wir etwas tiefer in die Nachrichtenlage der Woche einsteigen. Mal eher hintergründig, mal eher serviceorientiert recherchieren wir für euch selbst, statt wie im darunter folgenden Nachrichtenblock Nachrichten auszuwählen und in eine angstfreie Sprache zu übersetzen. Wir hoffen, es mundet euch.

Nachrichten

angstfrei.news ist gestartet als ein Projekt, das unaufgeregt die Neuigkeiten des Tages - jetzt der Woche - zusammenfasst. Ihr habt uns bestärkt, dass dieser Service wichtig ist, daher bleiben wir ihm treu für all jene, denen die Flut an Nachrichten zu viel wird. Deswegen fassen wir hier für euch die wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in der vergangenen Woche zusammen.

Inland

AstraZeneca: Impfungen werden fortgesetzt
Der AstraZeneca-Impfstoff wird wieder verimpft. Das entschied Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag (18.3.). Die Impfungen waren für drei Tage pausiert worden, weil sieben Fälle einer selten Blutgerinnsel-Form im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten waren. Damit folgt Spahn der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). 

Die EMA hatte die Fälle begutachtet und keinen kausalen Zusammenhang zur Impfung feststellen können - konnte diesen aber auch nicht ausschließen. In jedem Fall überwiegt laut EMA der Nutzen der Impfung das mögliche Risiko. Die verpassten Impftermine sollen zeitnah nachgeholt werden, so Spahn. 

Auch Italien setzt seine AstraZeneca-Impfkampagne nach einer Pause in der vergangenen Woche fort, Frankreich verteilt den Impfstoff vorerst nur an über 55-Jährige, da vor allem junge Frauen betroffen waren. Die skandinavischen Länder wollen die angekündigte 14-tägige Pause vollständig einhalten. Als mögliche Ursache für die seltenen Gerinnsel vermuten Wissenschaftler:innen der Uni Greifswald, dass wenige Menschen mit einem besonderen Antikörper auf die Impfung reagieren. Dieser schütze nicht nur vor der COVID-Infektion sondern aktiviere auch die Blutplättchen, die die Gerinnsel verursachen. 
zeit.de (Risikoanalyse) 
tagesschau.de (Impfgipfel) 
deutschlandfunk.de (Arbeit der EMA) 
spiegel.de (Uni Greifswald)  

RKI: Anstieg der Inzidenzwerte und die Folgen
Die Zahl der Neuinfektionen mit COVID-19 steigt in Deutschland weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete heute (19.03.21) einen Inzidenzwert von 95,6 und damit 5000 mehr tägliche Infektionen als noch vor einer Woche. Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben den Inzidenzwert von 100 überschritten. Daher gelten hier wieder strengere Regeln. 

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befinden wir uns „in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß.“ Spahn hält eine teilweise Rücknahme der Lockerungen für möglich. Durch die Impfungen allein könne die dritte Welle nicht gestoppt werden, da es noch nicht genügend Impfstoff gebe.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach forderte die schnelle Rückkehr zu einem „harten“ Shutdown sowie zweimal wöchentliche Corona-Tests in Schulen und Betrieben. Er rechne sonst mit einem deutschlandweiten Inzidenzwert von 200 im April. Er und RKI-Vizepräsident Schaade rieten von Reisen über Ostern ins In- und Ausland ab. Kommenden Montag (22.03.21) beraten Bund und Länder über weitere Schritte.
Tagesschau (RKI-Inzidenzwert)
Zeit (Pressekonferenz)
Tagesschau (Pressekonferenz)

Kultusministerkonferenz (KMK): Schulen weiter offen halten
Die Kultusminister:innen wollen die Schulen so lange wie möglich offen halten. Laut KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) habe die Präsenzbeschulung von Schüler:innen höchste Priorität, um dauerhafte Defizite zu vermeiden. Darüber hinaus forderten die Kultusminister:innen, Lehrkräfte priorisiert zu impfen. 

Hintergrund der Positionierung waren die steigenden Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen. Der Verband Bildung und Erziehung forderte von den Kultusminister:innen klare Kriterien für Schulschließungen. Eltern- und Lehrerverbände bemängelten das Fehlen von Schnelltests, Luftreinigern und FFP2-Masken an vielen Schulen. Einige Eltern möchten ihre Kinder lieber vom Präsenzunterricht fernhalten. Da aber die Schulpflicht weiterhin gelte, sei laut eines Fachanwalts beispielsweise in Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro fällig. Ob und inwiefern die Forderungen der Kultusminister:innen durchgesetzt werden können, soll bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Montag (23.3) thematisiert werden.
SPIEGEL 
Deutschlandfunk 

Ausland

Frankreich: Ausgangsbeschränkungen in zahlreichen Regionen
In Frankreich gelten ab sofort in zahlreichen Regionen wieder Ausgangsbeschränkungen. Diese sind laut Premierminister Jean Castex für die nächsten vier Wochen vorgesehen. Ab Samstag (19.03.) schließen die Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs. Ausflüge ins Freie sind nur noch im Umkreis von zehn Kilometern erlaubt. Grund für die Maßnahmen ist die zuletzt deutlich erhöhte Wocheninzidenz von über 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Etwa drei Viertel der Infektionen ginge auf die britische Variante des Coronavirus zurück, so Castex. Die Ausgangsbeschränkungen betreffen ca. 20 Millionen Menschen. 
Tagesschau 

Chile: Unbürokratische Impfkampagne mit großem Erfolg
Chile überholt Israel kurzzeitig beim Impftempo. Anfang März verimpfte Chile 1,08 Dosen je 100 Einwohner:innen pro Tag im Wochenschnitt - das bisher führende Israel “nur” 1,03.  Aktuell hat jede:r fünfte Einwohner:in von Chile die Erstimpfung erhalten. Bis Ende März sollen besondere Risikogruppen geimpft sein, bis Juni dann 80 % der Bevölkerung.

Diese Ziel scheint durch das unbürokratische Vorgehen und die gute Vorbereitung erreichbar: Chile hatte bereits früh mit einem eng an den Präsident angebundenem Impfstab das Impfen zur Chefsache erklärt. Da große Mengen an Impfstoff mehrerer Hersteller geordert wurden, stehen jetzt Impfstoff von BioNTech/Pfizer sowie Sinovac aus China bereit, demnächst auch die Präparate von Johnson & Johnson und AstraZeneca. Zudem hatte die chilenische Regierung lange vor Lieferung der ersten Impfstoffe detaillierte Impfpläne erstellt und kommuniziert. So werden die Impfungen auch in Parks, Schulen und Kirchen durchgeführt - und zwar nicht nur durch Pflegepersonal sondern auch durch Zahnärzt:innen und Geburtshelfer:innen. 

Eine Studie der Weltbank stellte vor kurzem “überraschend wenig Zusammenhang” zwischen dem relativen Reichtum eines Landes und seiner Fähigkeit, eine Impfkampagne erfolgreich umzusetzen, fest. 
n-tv.de (Führungswechsel Impftempo)  
tagesschau.de (Impfvorbild Chile) 
spiegel.de (Studie Weltbank)  

Italien gedenkt Corona-Toten
Italien hat seiner über 100.000 Corona-Toten gedacht. Bei einer Gedenkfeier im besonders stark betroffenen Bergamo sagte Italien Ministerpräsident Mario Draghi: "Dieser Ort ist ein Symbol für den Schmerz einer ganzen Nation." Gleichzeitig meinte der Bürgermeister der Stadt, Giorgio Gori, Bergamo werde aber "auch die symbolische Stadt der Wiedergeburt sein" und "eine positive Botschaft und Hoffnung" an den Rest Italiens aussenden. In zahlreichen weiteren italienischen Städten wurde ebenfalls der Toten gedacht. Für Deutschland ist eine ähnliche Gedenkfeier für den 18. April geplant. 
tagesschau.de 

Sport

Schlechte Aussicht für Olympia: Corona-Fälle nach Leichtathletik-EM
Bei der Leichtathletik-EM im polnischen Torun ist es zu mehreren Corona-Infektionen gekommen - trotz Hygienekonzept. Athlet:innen verschiedener Nationen, unter anderem aus Italien, Niederlande, Großbritannien und Deutschland, steckten sich während der Wettkämpfe mit dem Coronavirus an. Die Infektionskette konnte bislang nicht nachverfolgt werden.

Das bringt Unsicherheit für die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Bislang hält das Olympische Komitee an seinen Plänen für die Austragung der Spiele fest und verweist auf ein strenges Hygienekonzept. Der Generaldirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbands, Idriss Gonschinska, sprach sich gegen eine Impfpflicht für Teilnehmende der Olympischen Spiele aus. Solange der Impfstoff knapp ist müssten die Risikogruppen zuerst geschützt werden.
Deutschlandfunk

Corona in Zahlen
In Deutschland sind 2.581.329 Menschen als infiziert getestet worden (Stand: 16.03.2021 00:00 Uhr, Quelle: RKI), das sind 5.480 Personen mehr als am Tag zuvor.

Warum diese Zahlen? Wir zitieren hier die offiziellen Zahlen des RKI, diese werden einmal täglich – immer um Mitternacht – vom RKI aktualisiert und um 10 Uhr morgens online veröffentlicht. Und warum gibt es hier nicht mehr davon? Es ist wichtig, die aktuell angeratenen Verhaltensweisen zu befolgen, das wissen wir alle. Zahlen über Neuerkrankte helfen uns dabei nicht. Achtet aufeinander und haltet Distanz.

Gesundheitsticker: 97.817.872 Menschen sind weltweit wieder genesen, das sind 393.198 Personen mehr als gestern Früh. Davon 2.383.600 in Deutschland (Stand: 17.03.2021 06:29 Uhr, Quelle: Worldometers).

Von Mensch zu Mensch

Triggerwarnung: Die folgenden Texte beschreiben die Themen Abschied und Tod. Falls diese dich zu stark belasten, überspringe die Texte vielleicht lieber. Achte bitte gut auf dich.

Es gibt die unterschiedlichsten Abschiede. Die kleinen tagtäglichen, die wir im Alltag kaum bemerken und den großen Abschied, wenn ein Mensch stirbt. Unabhängig voneinander haben alle vier Redakteurinnen in ihren Texten über den Tod geschrieben. Wahrscheinlich weil es der Abschied ist, den wir am meisten fürchten. 

Den Anfang macht Laura, sie nimmt uns mit in ihre Jugend und nimmt dabei Abschied von einer Freundin. 

Für Sandra…
Laura

Das Wochenthema heißt Abschied, ganz viele Gedanken kamen mir in den Kopf und ein Gefühl stellte sich ein, welches sich nicht selten einstellt, wenn ich an Abschied denke.

Es fühlt sich so an, als schnüre es mir die Luft ab, mein Magen krampft sich zu einem Kloß zusammen, mein Puls steigt an und Schwermut stellt sich ein.  

Ich habe schon einige, für mich sehr wichtige Menschen vom Leben verabschieden müssen. Dazu gehören vor allem meine Oma Käthi und mein Opa Willi, die ich sehr liebe und vermisse, jeden Tag, ihr habt meine Kindheit und mein ganzes Leben geprägt, ihr bedeutet mir so wahnsinning viel. Ich wünsche mir, dass es euch gut geht, da wo ihr gerade seid, denn ihr seid jetzt wieder zusammen. 

Doch heute möchte ich den Text einer anderen Person widmen, nämlich Sandra. 

Ich erinnere mich noch genau an diesen einen Tag. Es sollte Hackbällchen geben, wir saßen in der Küche. Nie mehr konnte ich diese essen. Ich war 16 Jahre alt. Da stand meine Tante plötzlich in der Küchentür und weinte. In so einem Moment weiß man gleich, etwas stimmt nicht. Der Kopf dreht sich, die Ohren sausen und alles andere verschwimmt. Ich seh sie noch genau vor mir stehen, sie weinte und lehnte sich gegen den Türrahmen, hielt die Hände vor ihr Gesicht und sagte ihren Namen: Sandra... Fahrradunfall, im Krankenhaus gestorben…

Sandra war 15, eine Freundin von mir, wir kannten uns durch den Fußball, meine Cousine, sie und ich, wir waren Freundinnen. Sandra war ein Sonnenschein, wir lachten immer viel, hatten Spaß zusammen. Sie war ein fröhlicher, offener und herzlicher Mensch, sie war bei einem tragischen Fahrradunfall ums Leben gekommen.

Für einen Moment bleibt die Welt stehen. 

Man kann nicht fassen, dass man diese eine Person nie wieder sehen wird, dass es so enden musste und dass man hilflos, machtlos und seinen Gefühlen ausgeliefert ist.

Trauer und Wut wechseln sich ab. Das Herz tut weh.

Ich weinte viel, ich konnte nicht verstehen, wieso ein so junger, unschuldiger Mensch so früh und auf so schmerzhafte Art und Weise gehen musste. Das war nicht fair. Damit konnte ich nicht umgehen. Es hat mich bis heute geprägt. 

Vielleicht wurde mir da erst so richtig bewusst, wie schnell das Leben vorbei sein kann.

Fragen quälten mich Tag ein Tag aus und ich hatte Angst. 

Mir war schon klar, dass alle irgendwann einmal sterben werden, doch wenn so ein Unglück geschieht, dann wird einem bewusst, unsere Zeit ist begrenzt. Es prasselte auf mich ein wie ein Regensturm, der keinen Halt machte.

Ich konnte all das nicht verarbeiten. Die Angst, meine Wegbegleiterin, wuchs um die bewusste Angst zu sterben, unverhofft, von heute auf morgen, von jetzt auf gleich und ohne Vorwarnung. Angst vor Verlust des eigenes Lebens, Angst davor, Menschen, die mir nah standen, die ich liebte, zu verlieren, sie hatte sich festgesetzt. Bis heute. Gedanken kreisen. Filme laufen ab im Kopf, ich kann den Schmerz  nicht ertragen.

Ich habe Angst vor dem Tod, Angst vorm Sterben, Angst vor Abschied, Angst vor Verlust. 

Abschied ist schwer, Abschied tut weh. Doch Abschied heißt letztlich auch Neuanfang.

Ich lebe, ich lebe jetzt, ich lebe in diesem Moment. Die Angst soll mich nicht regieren, sie soll nicht stärker sein als ich, sie soll mich nicht lähmen, mein Leben zu leben.

Sandra hat diese Chance nicht mehr, sie hatte nicht die Chance einen Schulabschluss zu machen, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, in ihre erste eigene Wohnung zu ziehen, einen Führerschein zu machen, in den Urlaub zu fahren, mit Freunden zu feiern und das Leben, wer weiß wie lange es dauert, zu genießen. Sie war gezwungen zu gehen, ohne Abschied nehmen zu können. Ich möchte mir dieser Chance bewusst sein, mein Glück zu leben soll stärker sein als die Angst, einmal zu gehen. Ich war mit 16 nicht vulnerabel genug, mit dem Tod allein umzugehen, weshalb ich eine Therapie begann, welche mir die nötige Kraft und Unterstützung brachte, um dieses und auch andere Erlebnisse zu verarbeiten und mit ihnen zu wachsen. 

Für mich ist es wichtig geworden, sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein, sein Leben in vollen Zügen zu genießen, nicht zu warten, ob es in Zukunft vielleicht noch besser wird, oder zu planen was in 30 Jahren sein wird, sondern zu leben, jetzt und hier in diesem Moment, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. 

Ein Lied welches Sandra geliebt hat und welches meine Cousine, sie und mich verbindet, ist von Laura Pausini „ Mi rubi L´anima“. Mit jedem mal, wenn dieses Lied endet, heißt es Abschied nehmen und doch bleibt sie für immer.

So plötzlich der Abschied manchmal kommt und uns aus dem Leben reißt, manchmal bahnt er sich auch an und wir versuchen dies zu verdrängen. Wünschen und hoffen, noch viel Zeit miteinander zu verbringen. So wie Annika und ihr Opa, der doch immer an ihrer Seite sein wird. 

Der Weg des Abschieds
Annika

Von allen Texten, die ich jemals für diese Rubrik geschrieben habe, wird dieser hier der schwerste für mich sein. Denn als ich das Thema Abschied in unserem Team vorgeschlagen habe, war für mich ziemlich schnell klar, worüber ich schreiben möchte. Und nun, jetzt, wo es so weit ist, schiebe ich es immer weiter hinaus. Weil ich Angst habe. Angst, dass ich an diesem Thema zerbreche. Es handelt sich nämlich um etwas, über das ich es bis heute nicht schaffe, zu reden. Aber vielleicht kann ich stattdessen darüber schreiben.

Vor fast vier Jahren habe ich einen der wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren. Mein Vorbild, meinen Ruhepol, den Menschen, der auf alle Fragen eine Antwort und für jedes Problem eine Lösung kannte. Den Menschen, der mir beigebracht hat, dass sich Konflikte am Besten mit viel Ruhe und Besonnenheit regeln lassen. Den Menschen, der mich in allen Entscheidungen bestärkt und unterstützt hat. Den Menschen, den ich Opa nannte, aber der eigentlich noch viel mehr für mich war.

„Du hast jeden Raum
Mit Sonne geflutet
Hast jeden Verdruss
Ins Gegenteil verkehrt
Nordisch nobel
Deine sanftmütige Güte
Dein unbändiger Stolz
Das Leben ist nicht fair“

(Herbert Grönemeyer - Der Weg)

Hinter ihm und uns lagen zu diesem Zeitpunkt bereits fast zehn Jahre Krankheit und auch wenn wir alle wussten, dass es kein „gesund“ mehr geben wird, waren dort doch immer wieder Hoffnungsschübe. Momente, in denen wir dachten, dass es nun vielleicht doch wieder besser wird. Dass es doch gar nicht so schlimm sein könne, wenn dieses oder jenes noch funktioniert. Wir haben die Wahrheit verleugnet und irgendwo in mir habe ich gehofft, dass es nur ganz viel Liebe braucht, damit wir die blöde Krankheit ordentlich in den Hintern treten können.

Wir haben uns geschoben
Durch alle Gezeiten
Haben uns verzettelt
Uns verzweifelt geliebt
Wir haben die Wahrheit
So gut es ging verlogen
Es war ein Stück vom Himmel
Dass es dich gibt

(Herbert Grönemeyer - Der Weg)

Aber damit lag ich falsch. Leider reichte Liebe nicht aus. 

Den Anruf meiner Mutter, in dem sie mir mitteilte, dass er eingeschlafen war, werde ich wahrscheinlich nie vergessen. Zwei Tage später wollte ich ihn doch noch besuchen. Später erzählte meine Mutter mir, dass er ganz leicht den Kopf schüttelte, als sie ihm ankündigte, dass ich kommen werde. Sprechen konnte er zu diesem Zeitpunkt bereits kaum noch. Und wahrscheinlich wollte er tatsächlich nicht, dass ich ihn so sehe. Trotzdem wünsche ich mir nichts mehr, als dass ich ihn noch einmal hätte sehen können. Ich hätte so gern Abschied genommen, seine Hand noch einmal gehalten. Ich hätte ihm so gern noch so vieles gesagt, mich für so vieles bedankt. 

Die Konfrontation damit, Abschied von ihm nehmen zu müssen, hat mich meine Angst so stark spüren lassen, wie zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr. Ich hatte Angst vor so ziemlich allem. Davor, ihn noch ein letztes Mal zu sehen. Davor, diesen Moment nicht zu überstehen, dabei ohnmächtig zu werden. Davor, dass meine Mutter und meine Oma daran zerbrechen würden. Davor, dass ich nichts tun kann, um ihnen beizustehen. Weil ich noch nicht einmal wusste, wie ich mir selbst beistehen sollte. Und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wie wir es geschafft haben, diese Zeit zu überstehen. Aber letztendlich haben wir es überstanden, auch wenn ein wichtiger Teil unseres Lebens nicht mehr bei uns war.

Es gab einen Moment am Tag seiner Beerdigung, der mir immer noch in Erinnerung bleibt. Als wir gerade dabei waren, den Friedhof wieder zu verlassen, lief vor uns auf dem Weg ein Eichhörnchen. Ganz langsam. Es drehte sich immer wieder zu uns um, als wollte es sich versichern, dass wir diesen Ort wieder heil verlassen. 

Wer von uns weiß denn schon, was wirklich nach dem Tod auf uns wartet. Vielleicht war das tatsächlich seine Art, uns zu besuchen und uns zu zeigen, dass es ihm jetzt gut geht - wo auch immer er nun ist. Und auch jetzt noch, wenn ich sein Grab besuche, läuft dort ein Eichhörnchen durch die Büsche. Mittlerweile trage ich auch auf meinem Bein ein Tattoo mit einem Eichhörnchen. Es ist meine Art, ihn immer bei mir - und auf meinem Körper - zu tragen. Einen festen Platz in meiner Seele hat er ja sowieso schon.

Opilein, ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr du fehlst. Es gibt so viele Momente, in denen ich dich gern um deinen Rat fragen oder deine Meinung hören würde. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass du es bist, der mich begleitet, wenn ich irgendwann einmal heirate und mich nicht traue, den Gang allein herunter zu laufen. Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich dich irgendwann zum Uropa mache und meinen Kindern zeigen kann, was es bedeutet, dich als Opa zu haben. Ich bin froh und dankbar, dass du an so vielen Momenten meines Lebens anwesend sein konntest, aber ich hätte so gern noch viel mehr mit dir geteilt. Männer, deren Stimme deiner ähnelt oder die dein Parfüm benutzen, lassen mich immer noch zusammen zucken. Ohne dich ist meine Welt nicht vollständig, aber manchmal bilde ich mir ein, deine Anwesenheit zu spüren. Dann atme ich ganz tief ein, so als könnte ich dadurch einen Teil von dir immer bei mir behalten. Der Gedanke, dass ich dich vielleicht irgendwann einmal wieder sehen kann, gibt mir Kraft. Bis es so weit ist, kämpfe ich hier unten weiter. Und ich hoffe, du bist ein bisschen stolz, wenn du mich siehst. 

Ich gehe nicht weg
Hab' meine Frist verlängert
Neue Zeitreise
Offene Welt
Habe dich sicher
In meiner Seele
Ich trag' dich bei mir
Bis der Vorhang fällt
Ich trag' dich bei mir
Bis der Vorhang fällt

(Herbert Grönemeyer - Der Weg)

Die Wünsche, die Zukunftsideen, die man so gerne mit einem Menschen erlebt hätte, was durch den Tod nicht mehr möglich ist, hat uns Annika geschildert. Auch Katharina nimmt in ihrem Text Abschied von einem Verstorbenen und beschreibt seinen letzten Wunsch an die Hinterbliebenen: lächeln. 

Lächle, wenn du an mich denkst
Katharina

Ich möchte mit Euch heute einen Text teilen, den ich im Sommer 2020 für angstfrei.news geschrieben habe. Er beschäftigt mich immer wieder – wann immer ich an den lieben Menschen denke, um den sich der Text dreht, aber auch oft, wenn ich mich mit Verlust und Abschied auseinander setze. Denn ich habe festgestellt, dass man aus jedem Abschied, ganz gleich ob von einem Todesfall oder dem Abschied von einer Stadt, einer Beziehung oder einem Job, etwas lernen kann für die neue Gegenwart. 

Das hat mit toxischer Positivität nichts zu tun – im Gegenteil. Das hat damit zu tun, durch die Gefühle zu gehen, das Leiden zuzulassen, verletzlich zu sein, die Wunde zu spülen, damit sie heilen kann. Das ist durchaus schmerzhaft, hat aber eine ganz andere Perspektive als das Leid und der Verlust allein. 

"Heute Morgen ist Papa gegangen." Die Nachricht, die mich gestern erreichte war so schlicht wie groß und wann immer ich daran denke, kommen mir die Tränen und dann muss ich Lächeln. Weil ich es dem Vater meines Ex-Freundes versprochen habe - und so ein Versprechen bricht man nicht. 

Es ging wie so oft rasend schnell. Ich habe wenige Monate nach der Trennung die Nachricht bekommen, dass mein Fast-Schwiegervater an Krebs erkrankt ist. Die Chiffren, die verwendet wurden, als es um die Krankheit ging legten nahe, dass es nicht gut aussieht. So richtig aussprechen wollte es keiner, aber der Tod stand zwischen den Zeilen. Ich hatte wahnsinnige Angst vor dem ersten Gespräch mit ihm nach dieser Botschaft, deswegen habe ich das Telefonat ad absurdum aufgeschoben. Als ich mich traute, begegnete mir der Mensch, wie  ich ihn über sechs Jahren kennengelernt hatte: Sortiert, ruhig und auf eine ganz pragmatische Art weise: "Weißt du, Katha, ich hätte mir mehr Zeit gewünscht. Aber die habe ich nicht. Deswegen freue ich mich über die Zeit, die ich hatte. Mein Leben hat mich beschenkt. Und ich habe die beste Krankenschwester der Welt an meiner Seite." Und das hatte er bis zum Schluss gestern Morgen. 

Ich weine. Ich lächele.

Die Liebe zwischen meinem Fast-Schwiegervater und seiner Frau ist ein Grund zu Lächeln. Ich habe die beiden immer als eine Einheit wahrgenommen, die sich wahnsinnig gut ergänzt haben. Er hatte die klaren Worte und kernigen Argumente, sie den Sinn für Kompromiss und Harmonie. Gemeinsam gestalteten sie ihre Familie mit bedingungsloser Liebe und navigierten sie durch Turbulenzen ohne den Sinn für einander zu verlieren. Ein Kern, den keiner spalten kann. Ich bin mir sicher, das gilt auch über gestern Morgen hinaus. An dieser Liebe möchte ich mir ein Beispiel nehmen.

Ich weine. Ich lächle.

Als mein damaliger Freund und ich uns getrennt hatten war es mein Fast-Schwiegervater, der mich anrief. Er hatte das aufrichtige Interesse mich zu verstehen. Als Eigenwert, weil ich ihm nicht plötzlich egal war, nur weil meine Rolle sich geändert hatte. Für mich hat mir dieses Telefonat etwas beigebracht, dessen ich mich viel öfter erinnern sollte: verbrannte Erde kann fruchtbarer Boden sein (und manchmal ist sie vielleicht gar nicht so verbrannt, wie ich befürchte).

Ich weine. Ich lächle.

Letzten Donnerstag habe ich ihn auf der Palliativstation besucht. "Ich dachte, ich hätte noch mehr Zeit." sagte mein Fast-Schwiegervater, als er meine Hand nahm. Er erzählte von dem Bild, das sein Enkel ihm gemalt hat, auf dem steht, welche Worte er schon kennt. Er zeigte mir Fotos von dem Nachmittag, als seine Tochter all seine Modellautos in die Garage gestellt hat und ihn noch einmal nach Hause geholt hat, damit er sich alle ansehen kann. Er tadelte mich, dass ich schon wieder die falsche Autobahn genommen hatte, weil ich mit der anderen bestimmt eine halbe Stunde gespart hätte. Das war so absurd, dass ich lachen musste. Dann sagte er: "Das wünsche ich mir: Dass du lachst, wenn du an mich denkst." Und plötzlich war er so richtig da, der Tod. Nicht zwischen den Zeilen, nicht in der Schmerzpumpe oder dem ausgemergelten Körper, sondern in dieser einfachen Bitte erwischte er mich kalt.

Ich weine. Ich lächle.

Mit meinem Fast-Schwiegervater ist gestern Morgen auch der Tod aus diesem Satz gegangen. Statt dessen verstehe ich die Wärme in diesem letzten Wunsch. Das Unverrückbare ist passiert, aber vorher auch alles andere – und das rückt jetzt in den Vordergrund. Ich glaube, dass er in diesem Frieden gegangen ist. "Weißt du Katha, ich bin dankbar für das Leben, das ich hatte." sagte er mir, als ich letzte Woche ging. "Deswegen sage ich jedem, den ich sehe, er soll lachen, wenn er an mich denkt." Es war seine Einladung, seiner Dankbarkeit zu folgen. Ich nahm die Einladung an und meine Maske ab, um ihn anzulächeln. Er nickte zufrieden: "Genau so stelle ich mir das vor."

Das letzte Wort möchte ich Hermann Hesse geben:

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Egal ob Freundin, Opa oder Fast-Schwiegervater, was all die Abschiede und diese Texte verbindet sind Lieder/Gedichte, die wir mit der:dem Verstorbenen verbinden. (Lied-)Zeilen die uns im Gedächtnis bleiben, bei denen wir unweigerlich an die Person, die von uns gegangen ist, denken müssen. So auch im nächsten Text von Anne, die uns ihren Weg des Abschieds von ihrem Mann schildert. 

Maach et jot
Anne

Abschied, wer hat dieses Thema eigentlich angeregt? Na gut, dann halt „Abschied“. Ich würde hier gerne eine Anleitung schreiben, wie es geht, Abschied zu nehmen. Abschied ohne Abschied nehmen zu können, von einem geliebten Menschen. Aber, auch wenn ich nun schon mehrfach endgültig Abschied nehmen musste und der Tod mir kein Unbekannter ist, eine Anleitung oder einen Leitfaden kann ich dennoch nicht schreiben, denn wie es geht weiß ich nicht. Es passiert einfach, wenn man es zulässt und ist, egal wie häufig man es schon durchlebt hat, immer wieder neu. 

Maach et jot, mer sin uns widder.
Maach et jot, un kumm jot rüvver.
Bestell dem Herrjott 'n schöne Jroß,
Ov et wirklich nüdig wor,
Dat de su früh jon mots.

Bläck Föös

Diese Worte standen vor rund achteinhalb Jahren auf der Traueranzeige und den Trauerkarten meines Mannes. Mit diesen Worten und der dazugehörigen Melodie habe ich versucht, meinem Abschied Ausdruck zu verleihen. 

Aber Abschied ist ein schleichender, oftmals schmerzhafter Prozess, zumindest wenn er so endgültig ist. Die ersten Tage und Wochen nach dem Tod, bleibt kaum Zeit, sich der Endgültigkeit und des Geschehens bewusst zu werden. Es muss organisiert werden. Ob das gut oder schlecht ist, das weiß ich nicht. Abends, wenn ich meine Tochter ins Bett gebracht habe und sie am Fenster dem Papa gute Nacht gewünscht hat, wurde es für einen kurzen Moment realer, dieser Abschied. Des Nachts, wenn der Schlaf sich nicht gnädig zeigte und einen von schwirrenden und schwindlig machenden Gedanken abhielt, dann erschien dieser Abschied umso absurder. 

Der Abschied kam in vielen kleinen Schritten, die damals unmöglich und riesengroß wirkten. Ein Aussortieren von Kleidung wurde zur unlösbaren Aufgabe. Es brauchte mehrmalige Anläufe und schließlich das Gefühl an dieser Kleidung zu ersticken, wenn ich es nicht endlich über mich brächte, sie abzugeben. Also so gut es geht, Kopf aus und in Altkleidersäcke damit. Einen guten Freund anrufen und die Säcke wegfahren. Was sich danach einstellte, war eine Mischung aus Erleichterung, es endlich geschafft zu haben und schlechtem Gewissen darüber. 

Am schwersten machte den Abschied aber nicht nur der Abschied an sich, sondern das anders sein von einem auf den anderen Moment. Das in die Augen der Mitmenschen schauen und ein Unwohlsein ihrerseits feststellen, ob der eigenen Fassungslosigkeit des Geschehens und des Unwissens, wie damit umzugehen sei. Vorher war ich die Frau von …, nun die Witwe von….

Ich wollte nicht Ursache für das Unwohlsein meiner Mitmenschen sein, nur aufgrund meiner bloßen Anwesenheit. War es aber, das bekam ich zu spüren. Ich weiß, dass dies nur aus der eigenen Unsicherheit und der Tabuisierung des Themas Tod geschah. Aber nur weil man die Gründe kennt, macht es den Umstand nicht zwangsläufig einfacher. 

Die oben genannten Worte, die von der Trauerkarte, sind Liedzeilen der kölschen Band die Bläck Fööss. Ich habe diese Zeilen immer noch im Kopf, wenn ich an meinen Mann denke und ein ganz anderes Lied, genauer gesagt zwei. Eine wilde Mischung aus der kölschrock Band Kasalla und den Foo Fighters. (Ich packe euch diese Lieder einfach mal in die Dies & Das-Playlist.) Diese zwei Lieder begleiteten meinen Abschied, waren Soundtrack. Das wurde mir erst bewusst, als ich feststellte, dass ich sie gut und gerne hören konnte und immer noch kann, dabei an meinen Mann denken konnte, ohne, dass es eine riesige Welle des Schmerzes auslöst. Es ist ein „okay“, was sie hervorrufen. Ein wunderschönes und völlig unterschätztes Gefühl. 

Der letzte Schritt des Abschieds dann, war kein einfacher, weil er abermals große Veränderung für mich und mein Kind mit sich brachte. Ein Umzug, weg vom Dorf in die große Stadt. Einen Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe, über die ich Tage und Nächte wochenlang nachgedacht habe, bis ich im Nachdenken bemerkte, dass ich mich doch eigentlich schon entschieden hatte. 

Wieder gab es viel zu organisieren, Wohnung finden, Schule finden, Kartons und Kisten packen und Abschied nehmen. Und auch um Verständnis für diese Entscheidung werben, denn die Familie meines Mannes war wenig begeistert, dass fortan rund 60 km zwischen ihnen und ihrem Enkelkind liegen sollten. Verständlich. 

Dieser neuerliche Abschied, war eigentlich nur das Ende eines langen, jahrelangen Abschiednehmens. Angekommen in der großen Stadt, hatte ich das Gefühl endlich wieder frei Atmen zu können. Eine Mischung aus Abgasen und Urin verschaffte mir das, was mir die frische Landluft verwerte. Der Abschied von meinem Mann ist nicht mehr mit schlechtem Gewissen behaftet, weil ich weiß, dass die Erinnerung bleibt. Und es war auch ein befreiendes Ankommen bei mir selbst. 

Tipps der Woche

Abschied ist ein super großes Thema – das ist uns aufgefallen, als wir angefangen haben, darüber zu schreiben. Genauso vielfältig sind auch die Tipps in dieser Woche. Wie umgehen mit eigenen Abschieden? Was sind eigentlich die fünf Phasen der Trauer und wie kann man jemandem helfen, der oder die einen Verlust erlebt hat?

Die Phasen der Trauer
Je nachdem, wen man fragt und wo man sucht, bekommt man verschiedene Einteilungen – einig sind sich Expert:innen darin, dass Trauer in Phasen verläuft. Eine der bekanntesten Einteilungen sind die fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler-Roß: (1) Leugnen, (2) Zorn, (3) Verhandeln, (4) Depression und (5) Akzeptanz. Weniger bekannt aber auch intuitiv sind die Phasen nach Verena Kast: [1] Nicht-Wahrhaben-Wollen, [2] Aufbrechende Emotionen, [3] Suchen und Sich-Trennen und [4] neue Selbst- und Weltbezug. 

Vielleicht habt ihr Gemeinsamkeiten bemerkt: Starke Gefühle und Vermeidung gehören ebenso zum Prozess wie auch der Frieden mit der Situation. Mehr lest ihr in den Links im Folgenden.
Trauerhaus Sobotta
November

Umgang mit Trauernden
Dass diese fünf Phasen relativ sind, ineinander verschwimmen und nicht für alle gleich gelten, erklärt die Psychologin Laura im Funk-Format “Auf Klo” in einem spannenden Youtube-Video. Sie sagt: Schmerz und Kummer gehören dazu, Trauer hat ein Ende, braucht aber bewusste Trauerarbeit, zum Beispiel, in dem wir uns bewusst vom Verlorenen trennen. Und ja: Trauer erfolgt in Phasen. Mehr hört ihr im Video. 
“Aufs Klo” (FUNK)

Tipps, wenn Gefühle (wie Trauer) uns überschwemmen
- Emotionen beobachten und benennen
- Bis 10 zählen
- Gegenstände in der Umgebung und deren Farbe benennen
- Atemübungen: bewusst sehr langsam atmen (z.B. 5 Sekunden ein, 5-6 Sekunden aus)

Alle diese Übungen helfen, dass wir uns wieder mit dem präfrontalen Kortex verbinden. Damit klappt auch das logische Denken allmählich wieder. Es gibt noch viele andere Strategien, sich wieder mit der Realität zu verbinden. Es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen, um für Notsituationen eine Art Erste-Hilfe-Koffer zur Verfügung zu haben.
Amygdala Hijack

Dies und Das

Saatgut-Bibliothek
Bibliotheken kenne wir alle, in der Regel können dort Bücher, aber auch Musik-Tonträger ausgeliehen werden. Aber in einigen, vornehmlich kleineren, Bibliotheken gibt es auch Saatgut zum ausleihen. Die Samentütchen können mitgenommen werden, im heimischen Garten oder auf dem Balkon können so Blumen oder Gemüse gezogen werden. Sobald die Pflanzen eigene Saat produziert haben, kann diese wieder in ein Tütchen gepackt und zur Bibliothek gebracht werden. Auf diesem Wege sollen vor allem alte und unbehandelte Samen erhalten und verbreitet werden. 
Deutschlandfunk Nova

Podcast: Nachtspaziergang
Wir möchten eine Podcast-Empfehlung aus der Redaktion aussprechen. Mit eigenen Texten aus der Rubrik “Mensch zu Mensch” ist ein kleiner Podcast entstanden. Er nimmt Euch einmal wöchentlich mit auf einen Gedankenspaziergang zu ganz unterschiedlichen Themen der Seele und des Lebens an sich und ist abonnierbar über die üblichen Kanäle. Hört doch mal rein!
Zum Podcast (Intro)
Zur ersten Folge

Eine Abschieds-Playlist
Irgendwie hat es sich so eingebürgert, dass wir am Ende ein wenig Musik zum Thema teilen. Auch zum Abschied haben wir etwas vorbereitet:
Wise Guys “Wir hatten eine gute Zeit”
Bay City Roller “Bye Bye Baby”
Clueso “Kein Bock zu gehn”
Lina Maly “Als du gingst”
Sarah Connor “Flugzeug aus Papier”
Farin Urlaub “Abschiedslied”
Herbert Grönemeyer “Der Weg”
Philipp Poisel “Eiserner Steg”
Sidewalk Prophets "This is Not Good-Bye"
Nick Cave "Into my Arms"
Bläck Fööss “Maach et joot”
Kasalla “Mir sinn uns widder” (live) 
Foo Fighters “These Days” 
→ Clara Louise: Es war mir eine Ehre 

Und nun nehmen wir, passend zum Wochenthema, Abschied von euch. Aber keine Sorge: Ihr müsst nicht lange verzichten, am kommenden Samstag werden wir wieder eine bunte Wochenausgabe für euch zusammengestellt haben. Bis dahin: bleibt gesund und habt euch lieb!

Und falls Ihr nun Lust bekommen habt, eigene Beiträge zu schreiben und uns in unserer Arbeit zu unterstützen, schreibt uns gerne unter angstfrei.news@gmail.com - wir freuen uns auf Euch!

Euer angstfrei.news Team.

Wer Lust hat, täglich von uns zu hören und mit uns in Kontakt zu treten, der kann uns auf Instagram finden, folgen und Nachrichten schicken. Wir freuen uns schon auf Deine Nachricht!

Kleine Erinnerung: wir freuen uns sehr, wenn ihr dieses neue Format mit einem Extra-Feedback bedenkt, nur so können wir lernen. DANKE!Ihr wollt unsere Arbeit unterstützen: Spenden und Fördermitgliedschaft bei der Deutschen Angst-Hilfe e.V.

Bei Ihrem Besuch auf unserer Webseite verwenden wir Cookies. Indem Sie unsere Webseite benutzen, stimmen Sie unseren Datenschutzrichtlinien und dem Einsatz von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen