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Dienstag, 22. September | 8 Uhr

Anne
Annika

Guten Morgen ihr Lieben,

heute geht es um das was wir sind, was uns ausmacht und dass wir doch viel mehr sind, als nur die Summe dieser Aspekte. Passend dazu erhaltet ihr in der Rubrik 360° heute einen Einblick in die Summe der Anteile, die Anne ausmachen. Auch im Tipp des Tages geht es um Schubladen, Vorurteile und Vielschichtigkeit.

Natürlich erhaltet ihr außerdem euren gewohnten Nachrichtenüberblick und im Dies und Das werfen wir mit euch einen Blick in kreative Home Office-Lösungen.

Viel Spaß beim Schmökern wünschen euch

Anne, Annika und das gesamte Team von angstfrei.news!

Übrigens: Wir nehmen unser Motto ernst: Angst hat eine Stimme - Deine. Wir sind ein Team von Freiwilligen und schreiben über unsere Angst-, Lebens- und Alltagserfahrungen, ohne ein Richtig oder Falsch, oft mit Verstand und immer mit Herz. Wir freuen uns über dich in unserem Team. Trau dich einfach und schreib uns eine Mail an angstfrei.news@gmail.com.

Gefällt euch, was ihr lest? Was würdet ihr anders machen? Teilt es mit uns im Feedback.

Die Gute Nachricht des Tages

Mehr Delfin vor Hongkong

Da auf Grund der Corona-Pandemi der Schiffesverkehr und vor allem der Verkehr der High-Speed-Fähren zwischen Hong Kong und Macau drastisch gesunken ist, gab es eine Rückkehr von Delfinen in dem Gebiet. Seit März sind rund 30% mehr Delfine gesichtet worden.

Außerdem berichtet ein Forschungsteam, welches seit 1993 die Delfine in der Region beobachtet, dass die Tiere weniger gestresst seien. Sie wären social aktiver, würden mehr spielen, statt wie zuvor nur zu fressen und sich auszuruhen. Diese Beobachtung bestärkt die Forscher*innen in der Annahme, dass der Schiffs-und Bootsverkehr ein großes Stresslevel bei den Delfinen verursacht.

Bleibt zu hoffen, dass nach der Corona-Pandemi der Verkehr tierfreundlicher gestaltet wird.
The Guardian

Die Nachrichtenlage

Spahn blickt zuversichtlich in Winter
Im Gespräch mit ARD extra gab sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsichtig zuversichtlich, dass wir auch bei steigenden Infektionszahl zum Herbst und Winter gut durch die Corona-Krise kommen. Weitere Lockerungen schließt er jedoch aus und appelliert an das konsequente einhalten der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken). Er weist darauf hin, wie viel wir in den letzten Monaten dazu gelernt haben, so dass wir in der Lage sind souveräne mit dem Risiko, welches von Corona ausgeht, umgehen können. Außerdem hat eine neue Strategie für den Winter angekündigt. Er will sogenannte Fieberambulanzen einrichten. Zudem will er in großem Umfang Schnelltests einsetzen. Damit will er Deutschland für die befürchtete zweite Welle im Herbst und Winter wappnen.
Deutschlandfunk
Tagesschau

München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein
Die Stadt München hat zur Eindämmung des Corona-Virus eine Maskenpflicht für stark besuchte Orte der Innenstadt beschlossen.
Deutschlandfunk

Schaustellerbund wirbt für Weihnachtsmärkte unter Auflagen
Der Deutsche Schaustellerbund wirbt dafür, die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr unter besonderen Hygienemaßnahmen stattfinden zu lassen.
Deutschlandfunk

Lufthansa verkleinert sich
Auf Grund der Corona-Pandemi und dem damit verbundenen Rückgang der Fluggäste, verkleinere der Konzert die Flotte um rund 150 Flugzeuge und geht davon aus, dass mehr als die bisher angedachten 22.000 Vollzeitstellen gestrichen werden müssen.
(dpa)

Alternativmedizin - Gerichtsurteil stärkt Position der Krankenkassen
Im Streit um die Kostenerstattung alternativer Arzneien und Heilmethoden hat ein Gerichtsurteil die Position der gesetzlichen Krankenkassen gestärkt.
Deutschlandfunk

Opposition und Gewerkschaften fordern klare Richtlinien für Schulen
Vor Beginn des Schulgipfels im Bundeskanzleramt haben Gewerkschaften, Bundeselternrat und Oppositionsparteien konkrete Schritte zur Unterstützung der Schulen in der Corona-Pandemie gefordert.
Deutschlandfunk

Frankfurter Buchmesse findet überwiegend digital statt
Die Frankfurter Buchmesse wird wegen der Corona-Pandemie vorwiegend digital stattfinden.
Deutschlandfunk

Corona in Zahlen
In Deutschland sind 392.049 Menschen als infiziert getestet worden (Stand: 22.10.2020 00:00 Uhr, Quelle: RKI), das sind 11.287 Personen mehr als am Tag zuvor.

Warum diese Zahlen? Wir zitieren hier die offiziellen Zahlen des RKI, diese werden einmal täglich – immer um Mitternacht – vom RKI aktualisiert und um 10 Uhr morgens online veröffentlicht. Und warum gibt es hier nicht mehr davon? Es ist wichtig, die aktuell angeratenen Verhaltensweisen zu befolgen, das wissen wir alle. Zahlen über Neuerkrankte helfen uns dabei nicht. Achtet aufeinander und haltet Distanz.

Gesundheitsticker: 30.935.026 Menschen sind weltweit wieder genesen, das sind 20.868 Personen mehr als gestern Früh. Davon 302.100 in Deutschland (Stand: 22.10.2020 08:16 Uhr, Quelle: Worldometers).

Tipp des Tages

Streamingtipp: „Familie Braun“
Im Beitrag unserer Rubrik 360° berichtet Anne heute von Vielschichtigkeit, von der Summe ihrer Teile und positioniert sich gegen das Schubladendenken.

Passend dazu möchten wir euch heute mal wieder eine (Mini-)Serie ans Herz legen. „Familie Braun“ nimmt uns mit in die Wohngemeinschaft der beiden Neonazis Kai und Thomas - sehr klassisch eingerichtet mit einem Porträt von Adolf Hitler und einer Hakenkreuzflagge an der Wand. Schubladendenken. Da haben wir es wieder.

Der Alltag der beiden wird jedoch schlagartig durcheinander gewürfelt, als auf einmal Lara vor der Tür steht. Lara ist sechs Jahre alt, Thomas’ Tochter (von der er zuvor noch nichts wusste) und - dunkelhäutig.

Während Kai deutliche Probleme hat, sich mit seiner neuen Mitbewohnerin zu arrangieren, versucht Thomas, sich zwischen väterlichen Aufgaben und patriotischem Gedankengut zurecht zu finden. Immer dazwischen: die herrlich kindliche Neugier von Lara - die sich unter anderem fragt, warum Adolf Hitler eigentlich immer so böse dreinschaut - und die die Ansichten ihres Papas und ihres neuen Mitbewohners ordentlich auf den Kopf stellt. Welche verschiedenen Anteile der beiden für uns Zuschauer*innen dabei sichtbar werden… naja, seht selbst.

Anschauen könnt ihr euch „Familie Braun“ entweder auf Netflix, Amazon Prime Video oder in der ZDF-Mediathek. Viel Spaß dabei!
ZDF-Mediathek

360°- Von Mensch zu Mensch

Nicht nur

von Anne

Ich bin Mutter, ich liebe meine Kinder und kümmere mich, jeder Zeit. Aber ich bin nicht nur Mutter. Ich bin vieles mehr.

Ich bin Augenoptikerin. Ich mache meinen Job sehr gerne und, wie ich glaube, auch gut. Aber ich bin nicht nur Augenoptikerin. Ich bin vieles mehr.

Ich bin Redakterin der Agstfrei.news und ich genieße es zu schreiben. Aber ich bin nicht nur Redakteurin. Ich bin vieles mehr.

Ich engagiere mich im Klimaschutz, weil mir das Thema am Herzen liegt. Aber ich bin nicht nur Klimaaktivistin. Ich bin vieles mehr.

Ich bin Musikfreak. Ich brauche Musik, als Soundtrack zum Alltag, als Stütze, als Stimmungsbild. Aber ich bin nicht nur Musikhörerin. Ich bin vieles mehr.

Ich bin organisiert. Ich brauche das, um meinen Alltag hinzubekommen, mit all den Terminen, dem Job und dem was sonst noch passiert. Aber ich bin nicht nur organisiert. Ich bin vieles mehr.

Ich bin chaotisch. Weil es manchmal der Alltag mit sich bringt, organisiertes Chaos. Aber ich bin nicht nur chaotisch. Ich bin vieles mehr.

Ich bin schüchtern. Oft halte ich mich erstmal zurück und möchte mein Gegenüber ein wenig kennenlernen, eh ich etwas von mir preisgebe und aus mir raus komme. Aber ich bin nicht nur schüchtern. Ich bin vieles mehr.

Ich bin offen und selbstbewusst und lerne gerne neue Menschen kennen und komme mit ihnen ins Gespräch, um neue Sichtweisen und generell neues kennenzulernen. Aber ich bin nicht nur selbstbewusst und offen. Ich bin vieles mehr.

Ich bin laut und wild, singe und tanze, wenn es sich ergibt auch mal im Regen auf der Straße dieser lauten Stadt. Aber ich bin nicht nur laut und wild. Ich bin vieles mehr.

Ich bin leise und ruhig, genieße die abendliche Ruhe mit einem (guten) Buch. Aber ich bin nicht nur leise und ruhig. Ich bin vieles mehr.

Ich bin gerne in Gesellschaft und quatsche oder feier mit Freunden und welchen, die es werden könnten. Aber ich bin nicht immer gerne in Gesellschaft. Ich bin vieles mehr.

Ich bin gerne alleine, mit mir und meinen Gedanken.

Aber ich bin nicht immer gerne alleine. Ich bin vieles mehr.

Niemand ist nur das, was er*sie zu sein scheint. Wir sind alle vieles mehr und niemand möchte nur auf eine Sache reduziert werden. Zum Beispiel nur über das Mutter dasein und die Kinder sprechen.

Niemand möchte nur auf die Angst reduziert werden, nicht nur über die Angst definiert werden.

Es lohnt sich, sich dies von Zeit zu Zeit bewusst zu machen. Uns anzunehmen mit all dem, was wir sind. Mit allen Ambivalenzen und Widersprüchen.

Denn nur eines ist sicher, wie sind wir. Die Summe dessen, was wir sind, was wir waren, was wir sein werden und noch vieles mehr.

daz - die angst zeitschrift

Dies & Das

Achtsam kommunizieren
Missverständnisse, Fehlinterpretationen - egal, wie gut wir unseren Gesprächspartnerin auch kennen, davor sind wir wohl nie gefeit. Was uns dagegen helfen kann: achtsamere Kommunikation. Klingt hochtrabend, ist aber gar nicht so kompliziert. Manchmal reicht es vielleicht schon aus, während des Gesprächs nicht nebenbei aufs Handydisplay zu schielen. Andere Tipps für eine Kommunikation (fast) ohne Missverständnisse hört ihr im Podcast „Achtsam“ auf Deutschlandfunk Nova.
zum Podcast

Mit der Wahrheit gegen alternative Fakten
Sogenannte alternative Fakten, Fake-News, Verschwörungstheorien - keine einfache Zeit für seriösen Journalismus. Wie Medien und Journalist*innen mit diesen Herausforderungen umgehen können, berichtet Dokumentarfilmer Dirk Steffens im Interview mit dem Magazin „Spektrum“. Die Quintessenz daraus: „Die Wahrheit liegt allein in der Wahrheit. Es kommt nur Unsinn dabei heraus, wenn man die Mitte sucht zwischen einer kugelförmigen und einer scheibenförmigen Erde. Zu glauben, man müsse auch abseitigen Ansichten eine Plattform bieten, ist ein journalistischer Kernfehler“, so Steffens.
zum Interview

Kreativ im Home Office
Mal ganz ehrlich: Habt ihr während einer Videokonferenz im Home Office tatsächlich immer eine Hose getragen? Wurde das Wohnzimmer zwischenzeitlich als Kinderspielecke umfunktioniert? Oder habt ihr auf die schnelle einen Schreibtisch aus Umzugskisten zusammengebastelt? Die Arbeit im Home Office brachte so manche Wohnungseinrichtung an ihre Grenzen. Auf Twitter posteten nun einige Nutzer*innen ihre kreativen Ideen für das beste Licht beim Zoom-Vorstellungsgespräch oder für Schreibtische aus Bügelbrettern.
jetzt

Mit diesem Einblick in fremde Wohnzimmer entlassen wir euch nun in den Tag. Egal, welche eurer Anteile heute besonders im Mittelpunkt stehen oder in welche Fallen des Schubladendenkens ihr heute treten werdet - habt euch lieb, in all eurer Vielschichtigkeit.

Einen schönen Tag wünschen euch

Anne, Annika und das gesamte angstfrei.news-Team.

Gerne hören wir über das Feedbackformular von euch. Ihr wollt unsere Arbeit unterstützen: Spenden und Fördermitgliedschaft bei der Deutschen Angst-Hilfe e.V.

Quellen

Corona in Zahlen (RKI) | Gesundheitsticker | Über die Landesregierung NRW sind wir außerdem an den dpa-Nachrichten-Ticker angebunden, den wir immer als Quelle verwenden, wenn wir (dpa) schreiben

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