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Emanzipation | 01. Mai 2021

Tina

Liebe Leser:innen,

„Emanzipation“ bedeutet nichts anderes als Eigenständigkeit und wird meist in Bezug auf die Rechte der Frauen angewendet. Gerade in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wird gefordert, dass Frauen mehr Rechte erhalten. Die Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen ist in vielen Bereichen noch immer sehr gespalten und sollte endlich dem Grundgesetz angepasst werden.

Zwar haben Frauen in den letzten Jahrzehnten schon viele Erfolge bei der Emanzipation erreicht, z.B. das Frauen fast jeden gewünschten Beruf ausüben können oder auch ihren Namen behalten können, wenn sie heiraten. Trotzdem ist es für Frauen immer noch nicht genauso selbstverständlich, nach Spitzenpositionen in der Wirtschaft oder nach hohen öffentlichen Ämtern zu streben, wie für Männer. Und auch in der Wissenschaft sind nur wenige Frauen in der Führungsposition zu finden. Immer wieder wird deshalb diskutiert, ob für bestimmte Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft eine Frauenquote eingeführt werden soll.

In Deutschland sind Männer und Frauen vor dem Gesetz gleich. Aber sind sie deshalb in allen Bereichen gleichberechtigt?

Inzwischen haben wir eine Bundeskanzlerin, die unser Land regiert und viele Ministerämter sind mit Frauen besetzt. Ich finde, damit wurde doch schon mal ein großes Zeichen gesetzt.

Alice Schwarzer sagte einmal: „Es ist schlicht und einfach das Recht der Frauen, die Hälfte der Macht für sich zu beanspruchen.“

Ob das unsere Redakteur:innen genauso sehen? Katharina erklärt uns detailgetreu ihre Sicht der Emanzipation. Annika wagt den Schritt aus alten Glaubenssätzen hinaus. Doch wohin führt ihr neuer Weg?
Laura hat sich von ihrem Umfeld nicht beirren lassen und immer auf ihr Bauchgefühl gehört. Und ich finde, dass sie genau die richtigen Entscheidungen getroffen hat… Ferner gibt es für Anne R. nichts Schöneres, als an einem warmen Sommertag unbeschwert durch den Regen zu tanzen. Und Anne S. findet nach quälenden Jahren endlich heraus, dass sie sein darf, wie sie ist.

Nachdem ich die „Mensch zu Mensch“-Beiträge gelesen hatte, wurde mir erneut bewusst, wie vielfältig dieses Thema ist. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wir Frauen versuchen einen Spagat hinzubekommen, um es jedem recht machen zu wollen. Und egal wie sehr wir uns bemühen, bekommen wir doch selten die Anerkennung, die uns zusteht.

In unserem Nachrichtenteil hat Tim wieder eine interessante und informative Auswahl für euch getroffen. Lest u.a., wie die Querdenker-Bewegung bundesweit unter Beobachtung steht. Auch die geplante Reiseerleichterung ist mit einigen Hindernissen verknüpft. Und im Schwarzbrot geht es diese Woche um die Impfungen für Kinder.

Zu guter Letzt haben wir einen lesenswerten Buchtipp über Feminismus von Isabel Allende, “ Was wir Frauen wollen “. Ein Thema, das die Autorin ihr ganzes Leben begleitet. Und natürlich haben wir auch an unsere Playlist gedacht, damit ihr mit gestärkt und voller Happiness in den ersten Mai starten könnt.

Ich wünsche euch ein schönes, sonniges und entspanntes Wochenende

Tina und das Team von angstfrei.news

Ganz wichtig: Was meint ihr zum neuen Konzept und zu dieser Ausgabe? Bitte gebt uns ein kurzes Feedback - das wäre hilfreich und sehr nett.

Übrigens nehmen wir unser Motto ernst: Angst hat eine Stimme - Deine. Wir sind ein Team von Freiwilligen und schreiben über unsere Angst-, Lebens- und Alltagserfahrungen, ohne ein Richtig oder Falsch, oft mit Verstand und immer mit Herz. Wir freuen uns über dich in unserem Team. Trau dich einfach und schreib uns eine Mail an angstfrei.news@gmail.com, oder über Instagram.

Die gute Nachricht der Woche

Rekord: Erstmals über eine Million Impfungen an einem Tag in Deutschland

Erstmals haben über eine Million Menschen in Deutschland an einem Tag eine Corona-Impfdosis erhalten. Diese Rekordzahl konnte laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch (28.04.) verbucht werden. 730.000 Impfungen seien in Arztpraxen verabreicht worden. Mittlerweile habe mehr als ein Viertel (26,9 Prozent) aller Deutschen eine Erstimpfung erhalten. 7,7 Prozent sind vollständig geschützt.

Zeit

Schwarzbrot: Kleiner Pieks für kleine Menschen

Tim

BioNTech/Pfizer hat die Zulassung ihres Impfstoffs für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf bis 16 Jahren beantragt und der Bundesgesundheitsminister schürt Hoffnung für baldige Impfungen von Schüler:innen. Ein Überblick zu Impfungen bei Kindern und Jugendlichen.

Warum sollten Kinder und Jugendliche geimpft werden?

Kinder und Jugendliche sind bisher kaum direkt von der Pandemie betroffen: Fast immer haben sie nur leichte Symptome oder auch gar keine. Daher scheint eine Impfung dieser Altersgruppen auf den ersten Blick nicht sinnvoll - insbesondere wenn man das Risiko von Impfnebenwirkungen wie allergischen Reaktionen, Nervenschäden und Immunphänomene einkalkuliert. Doch es gibt halt auch sehr wenige Kinder die schwer an COVID erkranken und manche von Ihnen sterben. Aber dieses Risiko ist gering im Verhältnis zu anderen Lebensrisiken wie beispielsweise dem Straßenverkehr.

Schwerwiegender scheinen bei Kindern und Jugendlichen die Spätfolgen zu sein: PIMS und Long-Covid. Vom "Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome" (PIMS) wurden in Deutschland bisher 255 Fälle gezählt. PIMS ist eine überschießende Immunreaktion des Körpers einige Wochen nach einer COVID-19-Erkrankung. Die häufigen Anfangs-Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Fieber sind eher unspezifisch und ähneln zunächst denen einer Blinddarmentzündung oder einer viral oder bakteriell bedingten Magen-Darm-Infektion. Ein wichtiger Unterschied liegt jedoch in dem hohen und lang anhaltenden Fieber, das sich über Tage hartnäckig halten kann, und das sich mit fiebersenkenden Medikamenten kaum senken lässt. Da auch das Herz und die Herzkranzgefäße von der Entzündungsreaktion betroffen sind, kann PIMS lebensbedrohlich sein - bisher ist aber kein Todesfall bekannt. PIMS wird unter anderem mit das Immunsystem dämpfenden Medikamenten und mit Blutverdünnern behandelt.

Eine weitere Spätfolge einer Corona-Infektion ist Long-COVID, dass typischerweise mit einem monatelang anhaltendem Schwächegefühl einhergeht. So wird der Gang zum Badezimmer zum Halbmarathon. Laut Daten aus dem Vereinigten Königreich klagten 15% der Jugendlichen zwischen elf und 16 Jahren fünf Wochen nach der Corona-Erkrankung über hartnäckige Kopfschmerzen, plötzliche Lernstörungen oder einen Leistungsabfall beim Sport. In der Studie aus Rom wurde sogar festgestellt, dass fast die Hälfte (43 Prozent) der mit Corona infizierten Kinder noch vier Monate später mindestens ein Symptom hatte, das sie beeinträchtigte. Diese Spätfolgen gilt es mit einer Impfung zu verhindern. Bei Long-COVID gibt es sogar erste Hinweise, dass eine Impfung bei Erwachsenen eine Besserung gebracht hat.

Auch RKI-Präsident Lothar Wieler verweist auf die Langzeitfolgen, die bei der Risikobewertung nicht außer acht gelassen werden dürfen. Gleichzeitig betont er ein weiteres Argument für das Impfen von Kindern: "Kinder tragen auf jeden Fall zum Infektionsgeschehen bei." Aktuell ist beispielsweise die Inzidenz bei 15-19-Jährigen bei über 260. So können Kinder Erwachsene anstecken, die nicht geimpft werden können oder wollen. Oder Erwachsene, deren Impfschutz nachgelassen hat oder gegen aktuelle Varianten nicht mehr funktioniert. "Wenn nicht quer durch alle Bevölkerungsgruppen geimpft wird, kann eine weitgehende Immunität in der Gesamtbevölkerung nicht entstehen", sagt Thomas Fischbach, Präsident des Verbands der Kinder- und Jugendärzte. Auch Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbunds, meint: "Ohne Impfungen für Kinder werden wir aus dieser Pandemie nicht herauskommen."

Ein Aspekt der hiermit eng zusammenhängt ist, das ungeimpfte, erkrankte Kinder ein Reservoir für das Virus bilden könnten und durch beständige Infektionen weitere Varianten entstehen werden. Zudem könnte es einen Selektionsdruck bei neuen Varianten geben, dass diese ansteckender oder gefährlicher für Ungeimpfte werden.

Es ist also sowohl im Interesse der individuellen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als auch im Interesse für die öffentliche Gesundheit, dass Kinder und Jugendliche zeitnah geimpft werden.

Wie sind aktuelle Zulassungsbedingungen?

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist bereits bis 16 Jahre zugelassen. Entsprechend wurden damit auch schon Schüler:innen in Israel geimpft. AstraZeneca, Moderna und Johnson&Johnson sind erst ab 18 Jahren zugelassen.

Was sagen die Daten für die Zulassung von BioNTech/Pfizer?

Diese sind überraschend erfolgreich: In einer Phase-III-Studie bei 12- bis 15-Jährigen habe sich der Impfstoff als sicher und wirksam erwiesen. Keiner der geimpften 2260 Teilnehmer:innen der Studie sei an Covid-19 erkrankt, hieß es. "Die ersten Ergebnisse der Studie bei Jugendlichen deuten darauf hin, dass Kinder durch die Impfung besonders geschützt sind", sagte BioNTech-Vorstandschef Sahin.

Daher ist nun die Zulassung für diese Altersgruppe bei der europäischen Arzneimittelbehörde beantragt worden. Die Prüfung wird etwa vier bis sechs Wochen dauern, sodass die ersten Kinder in Deutschland im Juni den Impfstoff von BioNTech/Pfizer erhalten könnten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hofft auf eine flächendeckende Impfung von Kindern und Jugendlichen im Sommer.

In der Studie haben die 12- bis 15-Jährigen die gleiche Dosis wie Erwachsene erhalten. Die Studie begann im Herbst 2020.

Was machen die anderen Impfstoffhersteller?

Die haben ihren zeitlichen Vorteil wohl verspielt: Sowohl der das US-Unternehmen Moderna als auch der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hatten von vor BioNTech-Pfizer begonnen, ihre Corona-Impfstoffe an jüngeren Kindern zu testen. Moderna hat schon im Dezember eine Studie mit 3000 Minderjährigen in den USA begonnen. Die Ergebnisse dieser Studie werden aber erst in der Jahresmitte erwartet. AstraZeneca begann im Februar eine Studie seines Vakzins mit 6- bis 17-Jährigen im Vereinigten Königreich. Auch Johnson & Johnson hat seit August 2020 eine Studie mit Teilnehmer:innen ab zwölf Jahren laufen - hierzu sind bisher aber keine Ergebnisse bekannt. Die Europäische Arzneimittelagentur hat die vier großen Lieferanten verpflichtet, ihre Vakzine auch für Kinder zu testen.

Was ist mit unter 12-Jährigen?

Seit März laufen bei bei BioNTech/Pfizer auch Studien mit Kindern ab dem sechsten Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr. „Im Juli könnten erste Ergebnisse für die Fünf- bis Zwölfjährigen, im September für die jüngeren Kinder vorliegen, die Auswertung dauert etwa vier bis sechs Wochen“, sagte Sahin. „Wenn alles gut geht, können wir, sobald die Daten ausgewertet sind, in verschiedenen Ländern den Antrag auf Zulassung des Impfstoffs für alle Kinder der jeweiligen Altersgruppe einreichen.“

Wie oben beschrieben hat AstraZeneca im Februar eine Studien in UK begonnen, die 300 Kinder zwisch 6 bis 17 einschließen soll. Der chinesische Hersteller Sinovac Biotech testet sein Produkt ebenfalls bereits an Kindern zwischen 3 bis 17 Jahren. Aber sowohl bei AstraZeneca als auch bei Sinovac wurden noch keine Ergebnisse veröffentlicht. Derweil hat die US-Gesundheitsbehörde FDA auch Moderna Tests an Kindern von sechs Monaten bis zwölf Jahren erlaubt.

Wie passen Kinder in die bisherige Priorisierung?

Zwar gibt es für Kinder und Jugendlichen bisher keinen zugelassenen Impfstoff, doch es wird schon diskutiert, wie mit dieser neuen Altersgruppe bei weiter begrenzten Impfungen vorgegangen werden soll: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich gegen eine Priorisierung von Kindern aus. Er sieht zwar die Not vieler Eltern von schulpflichtigen Kindern, möchte aber lieber die begrenzten Impfdosen in Brennpunkte verwenden. “Wenn wir die Brennpunkte nicht in den Griff bekommen, dann kriegen wird keine Herdenimmunität hin”, sagte Lauterbach. Dann werde es auch lange keine Erfolge auf den Intensivstationen geben.

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Amira Mohamed Ali, möchte hingegen eher Kinder priorisieren: “Für Kinder gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff. Und wenn er in der Zukunft zugelassen sein wird und der vorhandene Impfstoff dann nicht ausreicht, um auch die Kinder sofort zu impfen, dann wird die Impfkommission eine Empfehlung abgeben”, sagte die Linkenpolitikerin dem SPIEGEL. “Mir persönlich scheint es plausibel zu sein, dann gegebenenfalls nicht nur über das vorrangige Impfen von Kindern, sondern ganzer Familien nachzudenken.”

Die nahende Zulassung eines Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Bewältigung dieser Pandemie. Aber sie wird leider nicht der letzte sein. Deshalb: Maske auf, Hände waschen, Abstand halten, physische Kontakte reduzieren, Warn-App nutzen, solidarisch bleiben.

Dieser Artikel ist Teil der losen Reihe von Basisinformationen zur COVID-19-Pandemie, in der wir etwas tiefer in die Nachrichtenlage der Woche einsteigen. Mal eher hintergründig, mal eher serviceorientiert recherchieren wir für euch selbst, statt wie im darunter folgenden Nachrichtenblock Nachrichten auszuwählen und in eine angstfreie Sprache zu übersetzen. Wir hoffen, es mundet euch.

Nachrichten

angstfrei.news ist gestartet als ein Projekt, das unaufgeregt die Neuigkeiten des Tages - jetzt der Woche - zusammenfasst. Ihr habt uns bestärkt, dass dieser Service wichtig ist, daher bleiben wir ihm treu für all jene, denen die Flut an Nachrichten zu viel wird. Deswegen fassen wir hier für euch die wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in der vergangenen Woche zusammen.

Inland

Verfassungsschutz beobachtet „Querdenker:innen” deutschlandweit
Der Bundesverfassungsschutz beobachtet Teile der „Querdenker:innen“-Bewegung. Das teilte das Bundesinnenministerium vergangenen Mittwoch (28. April) mit. Zunächst hatte nur der Landesverfassungsschutz in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Berlin die Gruppe beobachtet. Jetzt nimmt sich auch das Bundesamt der Szene an. Grund für die Beobachtung einzelner Personen und Gruppen innerhalb der Bewegung ist die „demokratiefeindliche und/oder sicherheitsgefährdende Delegitimierung des Staates“. Bundesinnenminister Seehofer (CSU) habe diesen Schritt schon Mitte April erwartet, da Probleme und Gewaltbereitschaft in dieser Szene zugenommen hätten.

Problematisch seien laut Verfassungsschutz nicht die Proteste gegen Corona-Maßnahmen, sondern die Instrumentalisierung und Eskalation dieser Proteste. Die Organisator:innen und Protagonist:innen „zeigen zum Teil deutlich, dass ihre Agenda über die reine Mobilisierung zu Protesten gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen hinausgeht“. Außerdem würden „Verbindungen zu 'Reichbürger'- und 'Selbstverwalter'-Organisationen sowie Rechtsextremisten in Kauf genommen oder gesucht, das Ignorieren behördlicher Anordnungen propagiert und letztlich das staatliche Gewaltmonopol negiert.“ Der Verfassungsschutz darf nun zu einzelnen Personen oder Gruppen Daten aus der Szene sammeln. Personen und Gruppen, die auf die Delegitimierung des Staates abzielen, können nun als „Verdachtsfall“ oder „erwiesen extremistische Bestrebung“ eingestuft und überwacht werden.
Spiegel
ZDF
Zeit
Süddeutsche Zeitung

Einige Bundesländer beschließen Lockerungen für vollständig Geimpfte
Einige Bundesländer haben Lockerungen für Menschen mit vollem Impfschutz beschlossen. Bayern, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Rheinland-Pfalz haben ihre Coronaverordnungen entsprechend angepasst. Sie setzten vollständig geimpfte Personen mit Getesteten und Genesenen gleich. Somit entfällt für Geimpfte und Genesene dort die Testpflicht bei Friseurbesuchen oder vor dem Einkaufen.

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern, am vergangenen Montag (26.04.2021) wurden Lockerungen für vollständig Geimpfte hingegen nur diskutiert. Einen Beschluss gab es nicht. Bundesjustiz - und Innenministerium arbeiten derzeit eine Verordnung aus, bezüglich Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene. Diese Verordnung soll am 28. Mai vom Bundesrat verabschiedet werden und kann dann in Kraft treten.

Juristen sehen das Vorgehen der Bundesländer kritisch. Durch die bundesweit geltende Corona-”Notbremse”, fehle den Länder die Handlungsbefugnis.
Tagesschau
NDR

Luca-App: deutliche Kritik durch IT-Sicherheitsforscher:innen
Über 70 deutsche IT-Sicherheitsforscher:innen üben scharfe Kritik an der LUCA-App. In einer gemeinsamen Stellungnahme mahnen sie eine Zweckbindung der App an die Pandemiebekämpfung, Transparenz, Freiwilligkeit der Nutzung und eine bessere Risikoabwägung an. Unter diesen Voraussetzungen befürworten die Expert:innen grundsätzlich digitale Werkzeuge der Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Statt der LUCA-App fordern sie jedoch eine datenrechtlich sichere, weil dezentrale Lösung, vergleichbar mit der Corona-Warn-App.

Die Diskussion über Wege digitaler Nachverfolgung hatte zuletzt Fahrt aufgenommen, da damit die Rückkehr des öffentlichen Lebens ermöglicht werden soll. Mit einer App könnten sich Menschen an öffentlichen Orten wie Restaurants, Geschäfte oder Kultureinrichtungen anmelden. Sollte nach dem Besuch ein zeitgleicher, positiver Coronafall gemeldet werden, sollen Nutzer:innen über das Gesundheitsamt darüber informiert werden, ob sie in Quarantäne müssen. In manchen Bundesländern wurde die Luca-App bereits eingeführt.
Zeit.de
Gemeinsame Stellungnahme

Ausland

EU-Impfzertifikat: Geplante Reiseerleichterungen mit Hindernissen

Das europäische Parlament hat für ein EU-weites Impfzertifikat gestimmt. Mit dessen Einführung sollen geimpfte, genesene und negativ getestete Reisende von der Quarantäne- oder Testpflicht befreit werden. Das so genannte „grüne Zertifikat“ soll allen EU-Bürger:innen zugänglich sein, überall anerkannt werden und grenzüberschreitendes Reisen erleichtern. Die Verhandlungen mit allen EU-Ländern stehen allerdings noch aus und könnten problematisch werden: Manche EU-Länder wollen die Test- und Quarantäne-Pflichten trotz Impfzertifikat beibehalten. Außerdem dürfen nur von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassene Impfstoffe in das Impfzertifikat eingetragen werden. Dies stieß beispielsweise in Ungarn auf Kritik, da hier das russische Vakzin „Sputnik V“ verimpft wird. Die Bundesregierung hat sich beim Impfzertifikat noch auf keinen Standpunkt festgelegt.
Tagesschau
NTV
Deutschlandfunk

Hilfsgüter in Indien eingetroffen
Erste medizinische Hilfsgüter aus dem Ausland sind in Indien eingetroffen. Aus den USA sind Schnelltests und Schutzmasken für das Gesundheitspersonal in Indien eingetroffen. Nachfüllbare Sauerstoffflaschen und Sauerstoffkonzentratoren sollen in den nächsten Tagen folgen. Die USA kündigten an, insgesamt Hilfgüter im Wert von 100 Millionen Dollar Indien zukommen zu lassen. Auch aus Deutschland kommen Hilfsgüter, unter anderem eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff, sowie Beatmungsgeräte.

Indien verzeichnet derzeit eine sehr hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen. Gründe dafür sind unter anderem, eine niedrige Impfquote, Sorglosigkeit in der Bevölkerung und religiöse Feierlichkeiten, aber auch eine schlechtere Grundgesundheit. Ob die in Indien erstmals nachgewiesenen Coronavariante B.1.617 infektiöser ist, ist noch unklar. Die Datenlage zu dieser Variante gibt nicht ausreichend Aufschluss. Bislang hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) B.1.617 nicht als besorgniserregend eingestuft. In Deutschland wurde diese Variante nur vereinzelt nachgewiesen.
Tagesschau
Spiegel

Herzmuskelentzündung junger Israelis nach BioNTech-Impfung
In Israel sind vermehrte Herzmuskelentzündungen nach einer BioNTech/Pfizer-Impfung aufgefallen. Es handelt sich um 62 Fälle, vor allem bei jungen Männern zwischen 18 und 30 Jahren, von denen 56 nach der zweiten Dosis mit dem Impfstoff aufgetreten waren. Das geht aus einer vorläufigen Studie des israelischen Gesundheitsministeriums hervor. Ob die Zahl der Personen mit einer Herzmuskelentzündung tatsächlich ungewöhnlich hoch ist und ob sie nachweislich mit der Impfung in Verbindung gebracht werden kann, ist, dem israelischen Koordinator für die Pandemiebekämpfung Nachman Ash zufolge, noch unklar.

Herzmuskelentzündungen können durch Viren aber auch durch Bakterien, Pilze oder Parasiten ausgelöst werden. In der Vergangenheit trat das Krankheitsbild außerdem vermehrt nach der Pockenimpfung auf. Erkrankte leiden unter Müdigkeit, Fieber, Atemnot, Brustschmerzen und Herzklopfen. In den meisten Fällen heilt eine Herzmuskelentzündung folgenlos aus.
DER SPIEGEL
Tagesschau

Sport

Tokio: Olympische Spielen sollen trotz Notstand stattfinden
Die Olympischen Sommerspiele sollen trotz des Virusnotstandes in Tokio stattfinden. Das gaben das Internationale Olympische Komitee und die japanische Regierung am Mittwoch (28.04.) bekannt. Aufgrund zuletzt steigender Infektionszahlen gelten in der Hauptstadt und in weiteren Teilen des Landes noch bis zum 11. Mai strengere Corona-Regeln. Kaufhäuser sind derzeit geschlossen und Sportveranstaltungen finden vor leeren Rängen statt. Bereits im März wurde ausländischen Zuschauer:innen die Einreise zu den Spielen untersagt. Im Juni soll darüber entschieden werden, ob japanische Olympia-Fans die Spiele ab dem 23. Juli in den Spielstätten mitverfolgen dürfen.
Reuters

Corona in Zahlen
In Deutschland sind 3.761.169 Menschen als infiziert getestet worden (Stand: 28.07.2021 00:00 Uhr, Quelle: RKI), das sind 2.768 Personen mehr als am Tag zuvor.

Warum diese Zahlen? Wir zitieren hier die offiziellen Zahlen des RKI, diese werden einmal täglich – immer um Mitternacht – vom RKI aktualisiert und um 10 Uhr morgens online veröffentlicht. Und warum gibt es hier nicht mehr davon? Es ist wichtig, die aktuell angeratenen Verhaltensweisen zu befolgen, das wissen wir alle. Zahlen über Neuerkrankte helfen uns dabei nicht. Achtet aufeinander und haltet Distanz.

Gesundheitsticker: 177.691.020 Menschen sind weltweit wieder genesen, das sind 3.646 Personen mehr als gestern Früh. Davon 3.649.100 in Deutschland (Stand: 28.07.2021 08:28 Uhr, Quelle: Worldometers).

Von Mensch zu Mensch

Emanzipiert Euch!
Katharina

Hand auf's Herz - wer von Euch dachte bei dem Thema dieser Ausgabe "Herrjeh! So ein Emanzenthema…" In wessen Köpfen flackerten Bilder auf von barbusigen, latschentragenden Achselhaarverfächterinnnen oder besseren Falles noch Postings kämpferischer Digitalfeministinnen? Keine Sorge, ihr seid damit nicht allein. Und das wirft für mich immer wieder die Frage auf: Warum machen wir zu, wenn Menschen für sich und ihre Rechte einstehen? Wir könnten doch eigentlich eine ganze Menge für uns selbst davon lernen. Aber der Reihe nach.

Feminismus ist Emanzipation - nicht jede Emanzipation ist Feminismus.

Emanzipation kommt vom lateinischen Wort "emancipatio". Das heißt so viel wie "Freilassung eines Sklaven" oder "Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Gewalt". Ab der Aufklärung im 18. Jahrhundert wurde daraus ein eher politischer Begriff. Zur äußeren Emanzipation kam eine innere Befreiung - aus der Unmündigkeit, aus gesellschaftlichen Normen hinein in Freiheit und Gleichberechtigung, insbesondere von Menschen unterschiedlicher hierarchischer Positionen. Warum ich diesen Infoblock hier aufschreibe? Weil Emanzipation erst dann ein Frauenthema ist, wenn Frauen zum Thema werden. Das ist gut und wichtig und gleichzeitig sind die Mechanismen dahinter universell. Und die sollten wir alle kennen, weil sie wie eine Leitschnur funktionieren, für sich selbst einzustehen.

Es selbst in die Hand nehmen

Der Begriff "emancipatio" heißt übersetzt so viel wie etwas aus der Hand nehmen oder etwas zurück geben aus dem Besitz - einfach gesagt: es steht dafür, sich frei zu machen, selbstständig zu werden und sich seiner selbst zu ermächtigen. Nicht umsonst ist der englische Begriff, der dem Konzept "Emanzipation" am nächsten kommt "Empowerment" - sich ermächtigen oder auch sich Stärke geben. Weil wir verstehen, wie uns Normen gefangen nehmen. Weil wir verstehen, wo wir fälschlicher Weise festgehalten werden. Weil uns andere vorleben, dass uns diese Selbstbestimmtheit zusteht. Das alles können wir von gelebter Emanzipation lernen - egal ob Emanzipation von Frauen, Minderheiten oder Identitätsgruppen. Merkt ihr was? Alles an dem Begriff ist der Aufruf, sich von dem Mut anderer anstecken zu lassen, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen, weil uns die Freiheit darüber zusteht. Aber wenn ich ehrlich bin, macht mir diese simple Einladung Angst.

Eine Lehrstunde in Mut

Denn wenn ich für mich einstehe, muss ich ja wissen, wo ich mich hinstelle. Ich muss meinen eigenen inneren Kompass kennen, der mir den Weg durch das Bermudadreieck der Normen, Erwartungen und Selbstansprüche weist. Und ich muss das Steuer souverän festhalten, wenn ich mich im ganz normalen, alltäglichen Sturm von Konflikten, Reibungen oder Kritik wiederfinde. Und ich muss aufrichtig davon überzeugt sein, dass ich diese Stärke habe und verdiene. Auch dass ist immer wieder eine Herausforderung. Es ist manchmal einfacher, sich eingeschlossen zu fühlen, denn dann muss man den Mut, sich zu bewegen nicht alleine verantworten - denn es gibt ja Grenzen, für die man (sofern man eingeschlossen ist) so gar nichts kann.

Emanzipation ist eine Gruppenangelegenheit.

Aber vielleicht kann der Begriff Emanzipation auch dabei helfen, diese Angst, es selbst in die Hand zu nehmen, zu überwinden - nämlich weil er, seit es ihn gibt, Vorbilder produziert. Vorbilder von einzelnen Menschen, Minderheiten und Generationen, die es geschafft haben, sich frei und stark zu machen. Vielleicht sollten wir uns viel mehr mit diesen Geschichten beschäftigen, um uns selbst zu stärken, dem nachzueifern. Was mich und meine Selbstwahrnehmung als Frau angeht, hat das übrigens bereits ziemlich gut geklappt.

Ich bin Feministin.

Im Rahmen des Frauseins habe ich nämlich meine ganz eigene Emanzipation erlebt und treibe nun auch das "Female Empowerment" voran, wo immer ich kann. Je älter ich werde, umso mehr sehe ich die Hürden, Vorurteile und Mehrarbeiten, die Frauen blockieren, begegnen und abverlangt werden. Der Cocktail an Unverständnis und die Überzeugung, dass das so gar nicht fair ist, reift schon länger in mir. Aber erst, als ich andere Frauen erleben durfte, die sich völlig klischeebefreit und/aber voller Überzeugung davon frei machen, dagegen angehen, aufklären und anstecken, bin ich selber aktiv geworden. Ich engagiere mich in einem Frauennetzwerk, in dem wir Vorurteile abbauen wollen, Weiterbildungen anbieten und uns gegenseitig über den Austausch stärken. Und das färbt auf mich ab. Diese feministische Emanzipation hat mir etwas beigebracht, was ich nun in die anderen Bereiche meines Lebens übertrage: Ich muss mir nicht alles gefallen lassen. Ich darf für mich einstehen. Ich möchte mutig genug sein, dass auch zu tun. Und wenn ich es dann auch wirklich bin - mutig - dann verspreche ich, ich gebe es weiter. Denn das ist in meinen Augen (auch) Emanzipation: die eigene Freiheit sichtbar machen, damit auch andere sich trauen, sie einzufordern.

Von Peitschen und Fremdbestimmung
Annika

Als ich mir vorgenommen habe, einen Text zum Thema Emanzipation zu schreiben, bin ich zunächst davon ausgegangen, dass dieser sehr stark politisch geprägt sein wird. Aber eigentlich verbindet mich mit diesem Begriff auch ein sehr persönlicher Bezug. Also habe ich mich dazu entschieden, diesen Text etwas anders zu gestalten. Irgendwie befinde ich mich nämlich seit einiger Zeit selbst in einem Prozess der Emanzipation.

Der Duden sagt mir, dass der Begriff Emanzipation vom lateinischen Wort „emancipatio“ abstammt. Und da mein Lateinunterricht einfach viel zu lange her ist (und ich ehrlicherweise auch nie besonders gut darin war) hilft mir das Internet außerdem weiter: „emancipatio“ bedeutet übersetzt so etwas wie „Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Gewalt“ - und interessanterweise außerdem „Freilassung eines Sklaven“.

Nun fühle ich mich zwar nicht direkt wie eine Sklavin, aber ein paar Dinge gibt es da schon, die mir das Gefühl von Fremdbestimmung vermitteln. Zum Beispiel bin ich mit dem Glaubenssatz aufgewachsen, dass es von enormer Wichtigkeit sei, überall einen möglichst positiven, sympathischen und unkomplizierten Eindruck zu hinterlassen. Meine Mutter erzählte bei Familienfeiern zum Beispiel stolz, dass andere Eltern sie immer darauf angesprochen hätten, wie wohlerzogen und ruhig ich doch wäre, wenn ich als Kind bei Freund:innen zu Besuch war. Ich kann mich sogar an einen ganz speziellen Besuch bei meiner damaligen Freundin erinnern. Es gab Kartoffelklöße zu Mittag - und ich hasse Kartoffelklöße. Bis heute. Aber anstatt etwas zu sagen oder zumindest darum zu bitten, dass mir diese Beilage nicht auf den Teller geladen wird, verkündete ich, dass Kartoffelklöße eines meiner Lieblingsgerichte seien - und würgte sie irgendwie herunter. Bloß nicht negativ auffallen. Bloß keine Umstände verursachen.

Ich habe recht früh gelernt, mich zurückzunehmen, meine Bedürfnisse hinten anzustellen. Dass es wichtiger wäre, einen guten Eindruck zu hinterlassen als meine (wahre) Meinung zu äußern. Mittlerweile muss ich mich nicht einmal mehr anstrengen, um diesen Mechanismus abzuspielen. Im Gegenteil - wenn ich mich nicht bewusst darauf konzentriere, eben diese alte Schallplatte nicht immer und immer wieder aufzulegen, läuft sie ganz automatisch im Hintergrund. Und lange Zeit war mir gar nicht bewusst, dass ich mir selbst damit schade. Irgendwie gehörte das doch schließlich zu meiner Persönlichkeit dazu.

Ich messe meinen Selbstwert auch heute noch oftmals an der Außenwahrnehmung. Habe ich den Eindruck, dass ich bei einer Person schlechte Gefühle hervorgerufen habe oder sie mich - schlicht und einfach - vielleicht nicht besonders mag, grübele ich darüber gern mal ganze Tage lang. Zwischen einer meiner liebsten Freundinnen und mir gibt es dazu eine Anekdote, über die wir heute lachen können - aber die ich damals gar nicht so lustig fand: Wir haben uns zu Beginn unseres Studiums kennengelernt. Sie und ich hatten uns an unserem ersten oder zweiten Tag zufällig auf dem Flur der Hochschule getroffen und ziemlich nett unterhalten. Als unsere Matrikel für einen Kurs in verschiedene Gruppen eingeteilt wurde, entdeckte ich auf den Listen schnell, dass wir beide in einer Gruppe sein würden - und freute mich über das nette und bekannte Gesicht. Und sie? Schnaubte kurz „na toll“, drehte sich um und ging. Ich habe den gesamten restlichen Tag darüber nachgedacht, wieso sie mich offensichtlich nicht leiden konnte (weshalb sollte sie sich ansonsten denn nicht über den gemeinsamen Kurs freuen?). Am nächsten Tag nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach sie darauf an. Und die Auflösung des Ganzen? Sie hatte sich meinen Namen nicht gemerkt - und konnte sich deshalb auch nicht darüber freuen, dass unser beider Namen auf derselben Liste standen.

Immer wieder ertappe ich mich in meinem Alltag bei genau solchen Gedankengängen. Dabei möchte ich eigentlich gar nicht von jedem Menschen gemocht werden - ich mag ja schließlich auch nicht jede Person, die ich kennenlerne. Trotzdem fühlt es sich manchmal so an, als hinge mein gesellschaftliches Überleben davon ab.

Und genau das lässt mich zur Sklavin werden. Ich mache mich selbst zur Sklavin der Wertungen anderer Menschen. Ich mache mich selbst zur Sklavin meiner Gedanken. Meiner Glaubenssätze. Derer Glaubenssätze, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich schon so stark internalisiert habe, dass ich sie kaum noch von „meinen“ Gedanken unterscheiden kann. Und bevor ich mich versehe, fangen sie an, in mir zu arbeiten. Sie legen mir die Schlinge um den Hals und schwingen die Peitsche. Und freuen sich darüber, wie ich ihren Anforderungen Folge leiste - ganz ohne Protest.

Ganz ohne Protest?

Naja, nicht mehr ganz. Denn je bewusster ich mir mache, dass sie lediglich Sätze sind, die aus meiner Erziehung stammen, aber die mir keinen positiven Einfluss auf mein Leben liefern, fange ich hier und da langsam an, mich zu wehren. Ich laufe nicht mehr brav mit der Schlinge um den Hals auf dem ausgetretenen Pfad vor mir, sondern traue mich, hier und da nach rechts und links auszuweichen. Neue Wege zu bestreiten. Auch wenn mir dann vielleicht mal kurz die Luft knapp wird, weil die Schlinge sich zuzieht. Das ärgert meine Glaubenssätze natürlich und sie schwingen ordentlich die Peitsche - manchmal treffen sie mich auch ziemlich hart. Aber nach und nach wird ihre Peitsche kleiner und die Schläge schmerzen nicht mehr so sehr.

Bis ich mich voll und ganz von ihnen emanzipiert habe, wird es noch eine lange Zeit dauern. Vielleicht werde ich sie auch nie ganz ablegen können. Aber es fühlt sich trotzdem gut an, mir ihrer immer mehr bewusst zu werden - und sie als kleine Eindringlinge in meinem System zu identifizieren, die eigentlich nicht zu mir gehören. Dadurch kann ich sie bewusst aushebeln, ihnen die Macht nehmen. Und das fühlt sich tatsächlich an wie ein Schritt aus der Fremd- in die Selbstbestimmung. Ein weiterer Schritt mehr zu mir.

„I was born to run, I don't belong to anyone, oh no
I don't need to be loved by you (by you)
Fire in my lungs, can't bite the devil on my tongue, you know
I don't need to be loved by you“

Miley Cyrus - „Midnight Sky“

Frei
Laura

Als ich das Wochenthema Emanzipation erfuhr, dachte ich: spannend, wichtig, super. Gleichzeitig wusste ich aber auch nicht wirklich, wie mein Beitrag hierzu aussehen sollte und so entschied ich mich zunächst, diese Woche keinen Beitrag zu diesem Thema beizusteuern. Doch irgendwie ließ mich der Gedanke nicht los, der Gedanke an Emanzipation und der Gedanke, dass ich doch hierzu etwas schreiben möchte und auch muss. Ich dachte, ich habe darüber nichts zu sagen, was vielleicht auch mit Angst zu tun hat, und schloss mit dem Gedanken eben ab.

Naja, es scheint überflüssig zu erwähnen, dass ich es mir doch anders überlegt habe, da mir doch ein paar Gedanken zu dem Thema kamen, die mir wichtig erschienen und von denen ich gerne berichten würde.

Emanzipation hat einige Bedeutungen, für mich persönlich bedeutet es Unabhängigkeit, Freiheit, Gleichberechtigung, unabhängig davon, um welches Geschlecht es sich handelt. Da ich eine Frau bin und dies ein persönlicher Beitrag ist, ist hier mehr die weibliche Sicht vertreten.

Mir kommt gleich ein Satz in den Sinn, den mal jemand zu mir sagte: “Laura, du alte Emanze, du nervst mit deinen Themen”. Da ging es unter anderem darum, dass ich nicht unbedingt und liebend gerne den Haushalt mache, es nicht zu meinen alleinigen Aufgaben zählte, jeden Tag zu kochen, für meinen damaligen Partner. Da sah ich mich einfach nicht, und erst recht nicht aus dem Grund, dass ich als Frau geboren wurde. Dass ich hier ein anderes Bild vertrete, war mir schon ziemlich früh bewusst. Ich habe mich darüber geärgert, dass mir jemand auferlegte, ich solle all diese Aufgaben für schön und selbstverständlich für mich erachten, nur weil ich eine Frau bin. Ich wollte auch nicht, dass mein Partner all diese Aufgaben alleine macht, wir sollten eben gleichberechtigt sein. Dass dies auch so war, konnte die ein oder andere Person nicht verstehen. „Du wärst keine Frau für mich“ musste ich mir anhören. Damals lachte ich darüber, weil ich mir dachte, dass es völlig irrelevant ist, denn derjenige wäre auch nichts für mich gewesen, und trotzdem vergesse ich diesen Satz nicht. Als ich wegen einer Gallenoperation im Krankenhaus lag und Besuch bekam, sagte dieser: “Ich hätte dich hier lieber besucht, wenn du jetzt ein Kind bekommen hättest”. Danke, danke, dass ich scheinbar als Mensch, als Frau nichts wert bin, wenn ich keine Kinder habe oder haben möchte.

Es stand für mich schon sehr früh fest, dass ich unabhängig sein möchte in meinem Leben, das war schon immer mein Ziel, ich möchte nicht abhängig sein von einem Menschen, ich möchte für mich selbst sorgen können und frei sein in dem, was ich mache. Ab und zu geriet diese Ansicht in den Hintergrund, weil sie von der gesellschaftlichen Norm manchmal verdrängt wurde. Ich hatte die Angst im Nacken, nicht so emanzipiert zu sein, wie ich es mir wünsche und ein innerer Konflikt bahnte sich an. Nach meinem Abitur beispielsweise wusste ich eigentlich nicht wirklich, was ich alternativ zu meinem Traum machen sollte, ich wollte schon ewig Psychotherapeutin werden, doch mein Abi ließ mich diesen Traum nicht sofort verwirklichen.

Warten kam mir erstmal nicht in den Sinn, denn schließlich war ich schon fast 20 und auf ein Studium warten, was dann auch noch ziemlich lange dauert und noch eine Ausbildung nach sich zieht war für mich zunächst keine Option. Als Frau lernt man, oder vielmehr ich, dass man nicht die gleichen Möglichkeiten hat wie ein Mann. Ich dachte mir immer, wäre ich ein Mann, dann würde ich warten für meinen Traum, doch ich bin eine Frau und muss mich meinem Schicksal beugen, eine Ausbildung machen und irgendwann eben Kinder kriegen und zuhause bleiben, da ist es nicht so wichtig, was ich beruflich mache. Tatsache, das hatte ich so im Kopf, aber mein Herz und mein Bauch die sagten mir, dass das nicht stimmte. Der Kopf war lauter und ich dachte, so müsse das eben sein. Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der Frauen nicht vor die Wahl zwischen Karriere und Familie gestellt wird.

Ich fühlte mich nicht wohl damit, ich ging nicht gerne zur Arbeit, es war teilweise okay, aber es sollte nicht alles sein, das konnte nicht alles sein, wofür ich mich während meiner schweren Schulzeit so bemüht hatte. Tief in mir wusste ich, ich will vielleicht gar keine Kinder, ich will vielleicht gar nicht heiraten, aber ich wusste: Ich will Psychotherapeutin werden. Ich wusste also genau, was ich wollte und was ich eigentlich nicht wollte, blieb jedoch bei dem, was ich nicht wollte, es war erstmal einfacher und brachte weniger Erklärung mit sich.

Als sich dann zunächst im Privaten einige Dinge änderten und dann auch noch beruflich, da kam ich an einen Punkt, an dem ich ehrlich zu mir wurde und sagte: Ich will das hier alles nicht, ich will diesen Job nicht mehr, ich will nicht zuhause bleiben und jetzt Kinder bekommen und immer meinen Traum im Kopf haben und diesen nicht gelebt haben. Ich will mutig sein und frei.

Zu dieser Zeit wohnte ich wieder zuhause bei meinen Eltern und bewarb mich an mehreren Unis, um Psychologie zu studieren. Ich fühlte mich zum ersten mal befreit und glücklich mit dem Gedanken an meine Zukunft. Ein Tattoo mit dem Schriftzug „free“ steht dafür auf meinem linken Rippenbogen und soll mich an diesen persönlichen Durchbruch erinnern.

Heute bin ich 31, im zweiten Mastersemester und beginne nächstes Jahr meine Ausbildung zur Psychotherapeutin, ich bin da wo ich wirklich hinwollte, wenn es auch etwas gedauert hat und wenn die Erwartungen der ein oder anderen Person noch immer die sind, dass ich doch Kinder haben sollte, schließlich haben das viele andere in meinem Alter doch auch. Doch von dieser Erwartung der Personen bin ich frei, ich lebe meinen persönlichen Traum, ich bin unabhängig und frei in der Gestaltung meines Leben, denn es ist meines und ich muss es leben. Ich bin in einer absolut gleichberechtigten Beziehung mit meiner Freundin und jetzt, wo ich mich persönlich von diesem äußeren Druck und den Erwartungen der anderen gelöst habe, kann ich mir sogar vorstellen, einmal Kinder zu haben. Vielleicht gibt es in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung mit zwei Frauen auch für mich persönlich weniger Druck, denn wenn ich nicht schwanger werden möchte oder kann, könnte es meine Partnerin. Ich merke immer mehr, dass es vielleicht auch gar nicht das “keine Kinder haben wollen” war, sondern das schwanger sein, was ich mir niemals vorstellen konnte für mich und das ist auch okay. Nicht jede Frau muss Kinder kriegen wollen, nicht jeder Mann muss Vater werden wollen.

Falls ich aber doch mal Kinder haben sollte, dann werde ich ihnen mit auf den Weg geben, egal ob es sich männlich, weiblich oder keinem Geschlecht zugehörig fühlt, dass es emanzipiert sein soll: gleichberechtigt, unabhängig und frei, frei von gesellschaftlichen Normen und Zwängen, frei von Stereotypen, frei von den Erwartungen anderer, frei, den Traum zu leben, den es sich wünscht.

Emancipate yourselves from mental slavery*
Anne

Ich bin ein politischer Mensch, ich bin Feministin. Aber das Wochenthema lautet ja nicht Feminismus. Auch wenn es ein wichtiges Thema ist, wäre es in meinen Augen doch hier fehl am Platz. Hier schreiben wir keine politischen Pamphlete, keine lauten, kämpferischen Reden. Hier geht es um uns, um unser innerstes, um das komische Gebilde - Seele und was dort alles so rein spielt.

Ich hatte an dieser Stelle zunächst eine kleine Begriffserklärung notiert, und diese dann wieder gelöscht. Der Begriff Emanzipation wurde in den vorangegangenen Texten schon erläutert und somit spare ich euch und mir den kleinen Ausflug ins Land von Wikipedia und Co.

Seid ihr schon mal, im warmen Sommerregen, barfuß über die Straße getanzt? Macht das mal, der nächste Sommer kommt bestimmt und den ein oder anderen warmen Regen bringt er hoffentlich auch mit sich.

Ich finde, es gibt nichts Schöneres. Es ist wahnsinnig befreiend und wohltuend. Eine kindliche Freude macht sich breit und die Nachbarschaft hat auch was zu schauen. Aber das ist egal. Das ist einem in diesem Moment einfach egal. Weil man sich frei und befreit fühlt. Emanzipiert könnte man es genauso nennen.

Aber wir verbinden den Begriff ja immer mit einem anderen. Man muss sich immer von etwas emanzipieren. Kann die Emanzipation nicht auch reiner Selbstzweck sein und aus sich selbst, ohne Gegenspieler, geschehen? Ich habe keine Ahnung. Aber wenn sich doch ein so befreiendes Gefühl in einem selbst breit macht, dann wird vorher schon was gedrückt haben. Manchmal ist es nur müßig, das Drückende zu suchen. Warum auch, wenn es in dem Moment des auf der Straße im Regen Tanzens doch weg ist.

Wie häufig ist das Drückende, das Beengende, das uns unfrei fühlen- Lassende, nichts was von außen auf uns wirkt, sondern eine innere Barriere, die darnieder getanzt werden will, von der sich emanzipiert werden will.

Wenn man es so sieht, dann ist Emanzipation eine Lebensaufgabe. Etwas was man immer wieder, tagtäglich angehen muss und darf. Etwas was nie endet und ein Türöffner für andere Sichtweisen, für Ambivalenzen.

Und etwas, was nur wir selbst tun können - „None but ourselves can free our mind“*.

* Bob Marley - Redemption Song (noch schöner ist der Song in der Version von Joe Strummer, ich pack sie mal in unsere Playlist, unten)

Ich darf
Anne

Emanzipation. Das ist Freiheit, Selbstbestimmtheit und auch Gleichberechtigung.

Es gab eine ganze Zeit in meinem Leben, von der ich nicht sagen könnte, dass ich frei und selbstbestimmt war. Und das hat bis heute Spuren bei mir hinterlassen.

Ich habe in der Schule über Jahre Mobbing und Ausgrenzung erfahren müssen. Mein Gefühl dabei war immer, dass es an mir liegt, dass ich daran schuld bin. Weil ich irgendwie anders bin. Weil ich falsch bin. Dementsprechend habe ich immer nur versucht, möglichst nicht aufzufallen, habe so wenig wie möglich von mir gezeigt und habe irgendwann sogar aufgehört, mich zu wehren. Ich habe mich zurückgezogen und die Situation zwar nicht unbedingt akzeptiert, aber doch hingenommen.

Mein Bild von mir selbst habe ich aus dieser Zeit mitgenommen. Ich denke im Allgemeinen nicht besonders gut oder freundlich über mich, die Sätze „Ich bin falsch“ und „Ich darf anderen keine Arbeit machen“ bestimmen immer noch meinen Alltag.

Aber ich fange an, mich davon zu lösen. Ich kann es noch nicht in Taten umsetzten, aber meine Gedanken werden freier. Ein wichtiger Schritt dabei war der folgende Text, den ich vor einiger Zeit in meinem Tagebuch festgehalten habe und der für mich dafür steht, dass ich auch einfach mal ich sein darf und manchmal auch die Berechtigung habe, Forderungen an andere zu stellen und mich mitzuteilen:

Ich kann jetzt glauben, dass es nicht an mir liegt, dass ich nicht falsch bin. Zumindest manchmal.

Ich bin anders, und das ist auch überhaupt nicht schlimm. Mein „anders“ passt nur eben nicht immer zu der Welt um mich herum, und das macht es manchmal ein bisschen schwierig. Aber nichts davon ist falsch.

Ich möchte über all das reden. Vieles weiß ich zwar nicht mehr, aber ich weiß noch, wie es sich angefühlt hat.

Alle waren gegen mich, und dann wollten die Erwachsenen alles wissen, aber es gab nichts zu sagen. „Lass dir nicht alles wie Würmer aus der Nase ziehen.“ Aber es waren keine Dinge, meistens nicht. Es war ein durchgehendes, unterschwelliges „Du gehörst nicht dazu. Du bist anders. Mit dir wollen wir nichts zu tun haben.“ Und das kann man nicht beschreiben. Es ist einfach da. Immer.

Das macht so kaputt, dass selbst die kleinsten Kleinigkeiten nicht mehr auszuhalten sind. Es war, als hätte man mir meine Stimme genommen, Stück für Stück. Und ein bisschen fehlt sie heute immer noch.

Aber ich habe eine Stimme. Und ich darf sie benutzen. Ich habe etwas zu sagen.

Tipps der Woche

Gespräch mit Isabel Allende über Feminismus
Isabel Allende sprach im Interview mit Deutschlandfunk Kultur über ihr aktuelles Buch „Was wir Frauen wollen“. Die 78-jährige Chilenin schaut in dem Interview zurück auf ihr bewegtes Leben und die Rolle starker Frauen darin. Die bekannte Kämpferin für Frauenrechte freut sich über die „Welle moderner Feministinnen“ und über einen Feminismus, der weitere Minderheiten einschließt.
zum Interview (Deutschlandfunk Kultur)

Streaming Tipp: “Miss Americana” & “Becoming"
Natürlich wollen wir euch auch in dieser Woche wieder zwei Streaming-Tipps ans Herz legen, mit denen ihr euch den Feiertag versüßen könnt. Dieses Mal geht es um zwei Dokumentationen, die ihr auf dem Streamingportal Netflix finden könnt: “Miss Americana” und “Becoming”. In “Miss Americana” werfen wir einen Blick auf die amerikanische Künstlerin Taylor Swift und erfahren, wie sie es geschafft hat, sich von der Zuschreibung der lieben Countrysängerin von nebenan zu emanzipieren und zu einer ernstzunehmenden Künstlerin mit einer starken politischen Haltung zu werden. “Becoming” erzählt uns die Geschichte der ehemaligen First Lady Michelle Obama. In der Dokumentation begleiten wir sie auf der Lesetour zu ihrer Autobiografie und erfahren dabei, wie sie von einem jungen Mädchen aus Chicago zu einer erfolgreichen Anwältin - und zuletzt zur First Lady Amerikas - wurde. Sehr sehenswert (nicht nur aus einem feministischen Standpunkt)!
Trailer: “Miss Americana” (YouTube) Trailer: “Becoming” (YouTube)

Noch mehr Filme und Serien zu Sexismus und Feminismus
Utopia empfiehlt sieben Filme und Serien, zum Teil Klassiker, deren Storys feministische Aspekte haben. „Buffy: im Bann der Dämonen“ (1997) ist beispielsweise über eine Frau, die aus ihrer Opferrolle ausbricht. Auch der Klassiker „Thelma & Louise“ (1991) ist eine Geschichte über Empowerment, wie auch „Persona“ (1966). Natürlich sind auch einige moderne Filme und Serien dabei wie „Broad City“ (2014), der von einer Millenial-Frauenfreundschaft in der Großstadt erzählt und natürlich „Hidden Figures“ (2016) über drei schwarze Mathematikerinnen bei der NASA in den USA der 1960er Jahre.
Zu den Tipps auf Utopia.de

„Girls just want to have FUN(damental rights)“
Auf dem YouTube-Kanal “Poetry Slam TV” findet Ihr Svenja Gräfens sehenswerten Beitrag von 2017, über Träume von besseren Zeiten (aus feministischer Perspektive) und die bittere Realität in der Kneipe („müssen wir jetzt auch noch 'Menschinnen' sagen?“). Lustig und ernst zugleich!
Zum Beitrag auf Poetry Slam TV

Und weil es so schön war: nochmal Poetry Slam
Genau wie schon Svenja Gräfen haben sich auch andere Poetry Slammer:innen mit den Themen Feminismus, Emanzipation und Diskriminierung beschäftigt. So auch Veronika Rieger, die in ihrem Text “Wenn ich dich so sehe” einen Aufruf an ihr jüngeres Ich richtet. Hört doch mal rein, vielleicht erkennt ihr Euch in dem ein oder anderen Tipp ja wieder.
Veronika Rieger: “Wenn ich dich so sehe” (YouTube)

Dies und Das

Gleichberechtigung und Corona
Durch die Corona-Pandemie sind in Sachen Geschlechtergerechtigkeit eher Rück- als Fortschritte zu erwarten. Grund dafür ist unter anderem, dass Frauen häufig in Berufen arbeiten, die von den Einschränkungen der Coronamaßnahmen betroffen sind und sie große Teile der Kinderbetreuung übernehmen, wenn Betreuungsangebote geschlossen sind und kein Präsenzunterricht stattfindet.
Deutschlandfunk Kultur

Eine Playlist zur Emanzipation
Auch hier wieder unsere wöchentliche Playlist, mit einer bunten Mischung aus bBefreienden, eEmpowernden Songs.
Miley Cyrus - „Midnight Sky“
Joe Strummer - “Redemption Song”
Bad Religion - “Emancipation Of The Mind”
Suchtpotential - “Genauso scheiße”
Destiny's Child - “Independent Woman
Christina Aguilera - “Can't hold us down” & “Fighter”
Jennifer Rostock - “Hengstin”
Aretha Franklin - “Respect”
Alicia Keys - “Superwoman”
Sookee - “Die Freundin von”
Katy Perry - “Part of me”
Jennifer Lopez - “Ain’t your mama”

Und damit verabschieden wir uns bis nächsten Samstag und wünschen euch, dass ihr euch frei machen könnt und dabei eine wundervolle Woche erlebt! Seid gut zu euch und habt euch lieb!

Und falls Ihr nun Lust bekommen habt, eigene Beiträge zu schreiben und uns in unserer Arbeit zu unterstützen, schreibt uns gerne unter angstfrei.news@gmail.com - wir freuen uns auf Euch!

Euer angstfrei.news Team

Kleine Erinnerung
Wir freuen uns sehr, wenn ihr dieses neue Format mit einem Extra-Feedback bedenkt, nur so können wir lernen. Vielen Dank! Und wer Lust hat, täglich von uns zu hören und mit uns in Kontakt zu treten, der kann uns auf Instagram finden, folgen und Nachrichten schicken.

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