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Zufriedenheit | 5. Juni 2021

Tina

Liebe Leser:innen,

Was macht uns zufrieden? Und was bedeutet Zufriedenheit? Gibt es einen Unterschied zwischen Zufriedenheit und Glück?

Menschen sind verschieden. Wo der eine die Luxus-Villa für erstrebenswert erachtet, findet der andere Frieden in einer kleinen Holzhütte am See. Der eine mag seine berufliche Erfüllung finden, wenn er viel Geld verdient und oft in fernen Ländern unterwegs ist, der andere geht darin auf, wenn er sich um kranke Tiere kümmert oder sozial engagiert. 

Man sieht, Zufriedenheit und Glück findet jeder in anderen Dingen. Doch was genau ist jetzt der Unterschied? Während glückliche Momente durch ein kurzzeitiges Hochgefühl gekennzeichnet sind, ist Zufriedenheit beständig. Es ist im Gegensatz zum Glück nicht durch überschwängliche Gefühlsausbrüche charakterisiert, sondern durch ein Gefühl innerer Ruhe. Man ist mit sich und seinem Leben im reinen. Zufriedenheit bedeutet genau das zu haben, was man braucht. Man verlangt weder von sich noch von anderen mehr. Es ist ein Grundzustand, der uns nichts vermissen lässt.

Meine Oma sagte immer: Tinaschen, sei immer zufrieden mit dem was du hast. Denn innere Zufriedenheit ist das größte Glück. „Na ja“, dachte ich früher. Doch ihre Worte habe ich nie vergessen. Erst heute weiß ich, was sie damit meinte. Und sie hatte so recht. 

Nicht ständig mehr zu wollen, ist ein Privileg, das wir uns leisten können-und sollten: Denn nichts macht glücklicher als Zufriedenheit. Wenn wir krampfhaft versuchen, glücklich zu sein und immer mehr zu fordern, erleben wir unter Umständen genau das Gegenteil. Und die Unzufriedenheit nimmt ihren Lauf. 

Wir allein setzten die Messlatte für innere Zufriedenheit.

Ob unsere Autor:innen mit sich und der Welt zufrieden sind, findet ihr in unserer „Mensch zu Mensch“- Rubrik. Anne beschreibt uns herzerfrischend, wie das Streichen ihres Wohnzimmers zur künstlerischen Herausforderung wird. Laura ist hin-und her gerissen zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit. Doch warum bloß? Tina stellt sich die Frage, ob ein Lottogewinn eine erfüllende Zufriedenheit bringt oder doch eher belastend ist. Und Annika würde sich gerne dem wohligen Gefühl “Zufriedenheit” hingeben, wäre da nicht ihre Angst, die sie daran hindert.

In unseren wissenswerten Nachrichten, sind wieder allerlei spannende Artikel zu lesen. U.a. das die Sieben- Tage- Inzidenz unter 35 liegt. Mit dieser positiven Entwicklung, lässt es sich doch wunderbar ins Wochenende starten. Auch werden die Corona- Testzentren wegen Betrugsverdacht genauer unter die Lupe genommen. Auch soll mit einem digitalen Impfpass das Reisen erleichtert werden.

In „Dies und Das“ geht es um Erfahrungsberichte, von Menschen, die ihre psychischen Erkrankungen thematisieren. Und natürlich ist unsere Playlist auch wieder im Programm. Und wir hoffen, dass die buntgemischten Songs zu eurer vollsten Zufriedenheit sind.

Wir wünschen euch ein sonniges und zufriedenes Wochenende

Tina und das Team von angstfrei.news

Wenn ihr Zeit, Lust und Interesse habt, auch mal in unserer Redaktion mitzumischen, dann schreibt uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder schreibt uns eine kurze E-Mail an angstfrei.news@gmail.com.

Ganz wichtig: Was meint ihr zum neuen Konzept und zu dieser Ausgabe? Bitte gebt uns ein kurzes Feedback - das wäre hilfreich und sehr nett.

Übrigens nehmen wir unser Motto ernst: Angst hat eine Stimme - Deine. Wir sind ein Team von Freiwilligen und schreiben über unsere Angst-, Lebens- und Alltagserfahrungen, ohne ein Richtig oder Falsch, oft mit Verstand und immer mit Herz. Wir freuen uns über dich in unserem Team. Trau dich einfach und schreib uns eine Mail an angstfrei.news@gmail.com, oder über Instagram

Die gute Nachricht der Woche

Sieben-Tage-Inzidenz unter 35
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland auf 34,1 gesunken. Dies vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (03.06.). Zum Vergleich: Vor einer Woche lag der Wert bei 41 Infizierten je 100.000 Einwohner:innen. Laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach werde sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den nächsten Tagen bei etwa 35 einpendeln. 

Erstmals seit sechs Monaten bewertete das RKI die Corona-Risikolage in Deutschland nur noch als ‘’hoch’’ statt ‘’sehr hoch’’. Das RKI rechnet bei weiteren Öffnungsschritten in den nächsten Wochen mit einem leichten Anstieg der Infektionszahlen. Ein exponentielles Wachstum sei dabei nicht zu erwarten, so RKI-Präsident Lothar Wieler. Um die Infektionszahlen weiter niedrig zu halten, schlägt das RKI eine stufenweise Rücknahme von Corona-Maßnahmen bis zum Sommerende vor. Dabei sollten Treffen im Freien auch bei einem mittleren Infektionsgeschehen weiter erlaubt bleiben. 
Tagesschau: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 34,1 
Tagesschau: Risiko nur noch "hoch" statt "sehr hoch"

Schwarzbrot

Tim

In dieser Rubrik möchten wir etwas tiefer in die Nachrichtenlage der Woche einsteigen. Mal eher hintergründig, mal eher serviceorientiert recherchieren wir für euch selbst, statt wie im darunter folgenden Nachrichtenblock Nachrichten auszuwählen und in eine angstfreie Sprache zu übersetzen. Wir hoffen, es mundet euch.

Damit wir auch wirklich zufrieden mit dem Schwarzbrot sind, kommt es in dieser Woche passend zum Sonntagsfrühstück!

Nachrichten

angstfrei.news ist gestartet als ein Projekt, das unaufgeregt die Neuigkeiten des Tages - jetzt der Woche - zusammenfasst. Ihr habt uns bestärkt, dass dieser Service wichtig ist, daher bleiben wir ihm treu für all jene, denen die Flut an Nachrichten zu viel wird. Deswegen fassen wir hier für euch die wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in der vergangenen Woche zusammen.

Inland

Wegen Betrugsverdacht:
Strengere Regeln für Corona-Testzentren geplant
Bund und Ländern planen strengere Regeln für Corona-Testzentren wegen des Betrugsverdachts in mehreren Fällen. Laut Recherchen des NDR, WDR und der ‘’Süddeutschen Zeitung’’ sollen deutschlandweit mehr Tests an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet worden sein, als tatsächlich von den Betreiber:innen durchgeführt wurden. Diese können pro Test 18 Euro abrechnen. Für Bürger:innen sind die Tests kostenfrei.

Bund und Länder planen, künftig Kassenärztliche Vereinigungen, Finanz- und Gesundheitsämter mit der Kontrolle der abrechenbaren Tests zu beauftragen. Mehrere Sprecher:innen von Gesundheitsämtern und Kassenärztlichen Vereinigungen machten jedoch bereits deutlich, keine Kapazitäten dafür zu haben. Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte zudem an, die Tests in Zukunft geringer vergüten zu wollen. 
Tagesschau
Tagesschau 

Mehr seelische Erkrankungen bei Kindern
Fast jedes dritte Kind zeigte 2020 im Rahmen der Pandemie psychische Auffälligkeiten. Laut Berechnungen der Krankenversicherung KKH haben psychische Erkrankungen unter den sechs- bis 18-Jährigen um 20 Prozent zugenommen. Etwa 60 Prozent mehr Kinder haben sich wegen Essstörungen behandeln lassen. Kinder- und Jugendpsychiatrien verzeichneten bereits erste Engpässe, so Renate Shepker, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGKJP). 

Auch vor der Pandemie stiegen die Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die wegen seelischer Erkrankungen in Behandlung gingen. Allein die Zahl der behandelten Depressionen hat sich zwischen 2009 und 2019 nahezu verdoppelt. Auch andere psychische Krankheitsbilder traten deutlich häufiger auf.

Deshalb sei es wichtig, auch über die Pandemie hinaus Kapazitäten zu schaffen, so Shepker. Nur so können langfristig Risikokonstellationen und Risikophasen der Kinder und Jugendlichen erkannt und behandelt sowie Prävention gestärkt werden. 
Tagesschau

Weniger Arbeitslose, mehr Privatinsolvenzen
Der Arbeitsmarkt erholt sich langsam von den Folgen der Corona-Krise. Das zeigen die aktuellen Arbeitslosenzahlen, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) am vergangenen Dienstag (1.6.) veröffentlicht hat. Demnach sanken nicht nur die Zahl der Erwerbslosen sondern auch die Zahl derer, die in konjunktureller Kurzarbeit arbeiteten. Dennoch seien die Folgen der Pandemie nach wie vor deutlich sichtbar, so Detlef Scheele, der Vorstandsvorsitzende der BA in einem Pressestatement. 

Das zeigt auch die deutliche Zunahme von Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2021. Nach Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel dürfte sich die Zahl der Privatpleiten im vergleich zum letzten Jahr verdoppeln. Damit sei deutlich, dass die Pandemie auch für mittlere Einkommensbereiche existenzbedrohend sein könne, so Frank Schlein, Geschäftsführer von Crifbürgel. Die Welle an Insolvenzen werde voraussichtlich bis in das kommende Jahr hinein reichen. Die meisten Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner:innen verzeichneten die Bundesländer Bremen und Hamburg. Deutlich geringer fielen die Zahlen in Bayern, Hessen und Thüringen aus. Hintergrund für die Privatinsolvenzen sind vor allem Überschuldung nach Einkommenseinbußen. 
Tagesschau (Privatinsolvenzen)
Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsmarktzahlen)

Ausland 

EU: Digitaler Impfpass noch vor Reisesaison
Dank eines digitalen Impfpasses soll das Reisen innerhalb der EU noch vor dem 1. Juli erleichtert werden. Dies gab die EU-Kommission am Montag (31.05.) bekannt. In Deutschland werde der digitale Impfpass namens ‘’CovPass’’ bereits in einigen Impfzentren getestet. Der Impfnachweis könne per App eingescannt und später beim Reisen kontrolliert werden. Weiterhin machte sich die EU-Kommission dafür stark, die Quarantäne- und Testpflicht für vollständig Geimpfte künftig aufzuheben. Für frisch getestete, einmal geimpfte und genesene Personen sollen mit dem EU-Covid-Zertifikat zusätzliche Reisebeschränkungen wegfallen. 
Tagesschau
Tagesschau 

EU-Stabilitätsregeln weiterhin ausgesetzt
Die EU-Defizitregeln bleiben noch bis Ende 2022 außer Kraft. Über diesen Beschluss informierte die EU-Kommission vergangenen Mittwoch (2. Juni) basierend auf der jüngsten Konjunkturprognose. Durch die Corona-Krise mussten in vielen Mitgliedsstaaten umfassende Konjunktur- und Hilfsprogramme aufgelegt werden, die zu einer höheren Staatsverschuldung führten.

Daher wurden im März 2020 erstmalig die EU-Stabilitätsregeln bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Haushaltsdefizite der Mitgliedsländer dürfen normalerweise nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung betragen, sonst sind Geldbußen bis zu 0,2% der Wirtschaftsleistung fällig.
Tagesschau (Juni 2021)
Tagesschau (März 2020)

Frankreich hebt Impfpriorisierung auf und plant Jugendlichen-Impfung
Frankreich hat den Impfstart für nicht-priorisierte Menschen gut bewältigt. Dank der seit vergangenem Dienstag (1. Juni) aufgehobenen Impfpriorisierung konnten sich seit letztem Donnerstag (27. Mai) Impfwillige über mehrere Online-Plattformen anmelden. Durchschnittlich 500.000 Impftermine können täglich vergeben werden. Laut Premierminister Jean Castex werden dafür im Juni doppelt so viele Impfdosen wie im Mai geliefert.

Ab 15. Juni 2021 können sich in Frankreich zusätzlich Jugendliche von 12 bis 18 Jahren impfen lassen. Präsident Emmanuel Macron gab diese Entscheidung vergangenen Donnerstag (4. Juni) bekannt. Grund dafür sind die Entscheidungen der europäischen und der französischen Gesundheitsbehörden für die Impfungen Jugendlicher sowie die im Südwesten Frankreichs stark verbreitete Delta-Virusvariante, die offizielle Bezeichnung für die erstmals in Indien entdeckte Variante. „Die genauen Bedingungen, auch was die Zustimmung der Eltern angeht, müssen jedoch noch von den zuständigen Behörden ausgearbeitet werden“, so Macron. Bislang war bei Frankreichs Jugendlichen nur die Impfung der 16- bis 18-Jährigen vor dem Sommer anvisiert.
Tagesschau (Impfungen für französische Jugendliche)
Tagesschau (Corona-Impfung in Frankreich)

Sport

Olympische Spiele
Viele Ehrenamtliche haben ihre Unterstützung für die Olympischen Spiele zurückgezogen. Für die Sommerspiele in Tokio haben laut Medienberichten rund 10% der insgesamt 80.000 Helfer:innen abgesagt. Sie haben Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Es ist unklar, ob dies Auswirkungen auf den Ablauf hat.

Inzwischen sind erste Sportler:innen in Japan eingetroffen. Die Sportler:innen müssen sich täglich auf das Coronavirus testen lassen und dürfen Unterkunft und Trainingsgelände nicht verlassen. Zudem können sich alle Delegationen impfen lassen. Das Impfprogramm für die Teilnehmer:innen soll keinen Auswirkungen auf die Impfung der Bevölkerung  haben.  

Verschiedene Seiten kritisieren Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga für sein Festhalten an den Olympischen Spielen. Große Teile der japanischen Bevölkerung befürworten eine Verschiebung der Spiele, genauso wie Japans Corona-Berater Shigeru Omi. Die Olympischen Spiele sind aufgrund der Coronapandemie bereits von 2020 auf diesen Sommer verlegt worden. 
Tagesschau
Tagesschau

Corona in Zahlen
In Deutschland sind 3.626.393 Menschen als infiziert getestet worden (Stand: 20.05.2021 00:00 Uhr, Quelle: RKI), das sind 12.298 Personen mehr als am Tag zuvor.

Warum diese Zahlen? Wir zitieren hier die offiziellen Zahlen des RKI, diese werden einmal täglich – immer um Mitternacht – vom RKI aktualisiert und um 10 Uhr morgens online veröffentlicht. Und warum gibt es hier nicht mehr davon? Es ist wichtig, die aktuell angeratenen Verhaltensweisen zu befolgen, das wissen wir alle. Zahlen über Neuerkrankte helfen uns dabei nicht. Achtet aufeinander und haltet Distanz.

Gesundheitsticker: 146.558.324 Menschen sind weltweit wieder genesen, das sind 1.950.399 Personen mehr als gestern Früh. Davon 3.374.600 in Deutschland (Stand: 21.05.2021 05:10 Uhr, Quelle: Worldometers).

Von Mensch zu Mensch

Zufriedenheit ist ein solch großes Wort, ein solch großes Gefühl, dass es sich manchmal nur im kleinen Erklären und greifen lässt. Anne nimmt uns dazu mit in ihr Wohnzimmer und in ihren Alltag.

Besinnliches Waldgrün
Anne

Ich habe meine Wohnzimmerwand gestrichen. Schon vor der Pandemie waren dort ein paar Flecken, manche sind schon beim Einzug entstanden und mit dem vielen zu Hause-Hocken haben sie sich auf wundersame weise vermehrt. Und mit dem vielen zu Hause-Hocken und ewigen drauf starren haben sie mich genervt, hat mich das ewige auf die Flecken starren genervt, war ich genervt. Also habe ich kurzentschlossen einen Eimer Farbe gekauft, besinnliches Waldgrün. Als ich den Farbnamen las, hätte ich den Eimer fast wieder zurück gestellt, aber der Ton gefiel mir so gut, also habe ich ihn für mich einfach umbenannt in Luise. Warum Luise weiß ich jetzt auch nicht, und falls dies jetzt irgendeinen Luise stört, dann bitte ich um Entschuldigung und zahle auch gleich nen Euro in die Entschuldigungs-Kaffeekasse. 

Nun aber zurück zur Wand. Hat jemand von euch schon mal mit Kindern gestrichen? Es ist ein ambivalentes Unterfangen. In der einen Waagschale liegt die kindliche, pure Freude mit einem Pinsel oder einer Rolle und mit Erlaubnis auf eine Wand malen zu dürfen. In Kinderaugen völlig verrückt und genial. Auf der anderen Seite ist da meine Sorge, dass die Farbe an Stellen landet, an die sie nicht hin soll: andere Wände, Boden, Kindergesicht, Kinderfüße und damit einmal durch die ganze Bude transportiert. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Hinzu kommen noch die Sorge und das Wissen, dass es mit der tatkräftigen Unterstützung eines Vierjährigen und einer Zehnjährigen nicht schneller vorangeht, als wenn ich die Arbeit alleine tun würde und es auch fraglich ist, ob das Ergebnis eine gleichmäßig angemalte Wand ist, oder eher etwas, was an moderne Kunst erinnert. Ich mag (moderne) Kunst, aber ob es jetzt 4,30 Meter mal 2,20 Meter im heimischen Wohnzimmer sein muss…. nun gut. 

Aber was soll ich tun? Ich hätte das ganze natürlich zeitlich besser planen können, um die Wand alleine zu streichen, jetzt ist es aber so wie es ist. Ich habe die Wahl zwischen zufriedenen Kindern – zufrieden, weil sie mitmachen dürfen und sich auch schon im Rahmen ihres Alters der Verantwortung bewusst sind und schätzen, dass ich ihnen dieses Vertrauen entgegen bringe – oder zufriedenem Ich, weil ich mit dem Ergebnis und der Geschwindigkeit, in der es erreicht wurde, ohne größerer Farbklecksereien, zufrieden bin.

Ich bin hin- und her gerissen. Die Kinder agieren zu lassen ist die Lösung, die kurzfristige Zufriedenheit und einen spaßigen und friedlichen Nachmittag mit sich bringt, aber auf lange Sicht wird mich das Ergebnis nerven, mutmaße ich. Und mit und über diese Erkenntnis ärgere ich mich. Stehe ich mir dabei nicht selber im Weg? Kann ich nicht beides haben? Muss eine Wand immer schön sein? Kann ich nicht auch Zufriedenheit darin finden, dass die Kinder diese Aufgabe so gut sie es eben können und voller Freude umgesetzt haben? Und ist es nicht genau diese Art von Zufriedenheit, die erstrebenswert ist? Ist diese Art von Zufriedenheit nicht so viel wertvoller als das Streben nach einem diffusen Glück? Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr tendiert die Antwort in Richtung “Ja”. Und während ich noch überlege, was ich mit dieser Erkenntnis mache, haben die Kinder schon fleißig gewerkelt und mir meine Entscheidung abgenommen. 

Ob ich jetzt damit zufrieden bin und mit dem Streichergebnis zufrieden bin? Keine Ahnung. Es ist mir egal. Es is mir egal, dass diese Wand fleckig gestrichen ist. Denn wenn man über eine fleckige Wand rund 600 Wörter schreiben kann, dann ist das ja auch was. Das hätte eine perfekte Wand nicht geschafft. Und das ist ja auch eine Form von Zufriedenheit.  

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Von der Zufriedenheit im Kleinen – und sei es eine Wand –, blickt Laura auf das Große, beziehungsweise, die vielen Dinge die uns unzufrieden machen, im Abgleich mit der Welt. Sie schaut auf ihre persönlichen Dinge, die ihrem persönlichen Frieden im Wege stehen.

Frieden mit mir…
Laura

Ganz schön eigentlich, denke ich mir, als ich das Thema las. Ganz schön eigentlich zufrieden zu sein. Ein kurzer Moment innehalten, nachdenken ... Ja, was heißt eigentlich Zufriedenheit für mich?

Eigentlich bin ich zufrieden und uneigentlich auch nicht. Irgendwie bin ich wohl nie ganz zufrieden, vor allem mit mir, stelle ich fest.

Mir fällt gleich „Frieden“ in dem Wort Zufriedenheit auf und das ist es wohl, was ich mir wünsche, was ich mir unter zufrieden vorstelle für mich. Frieden in mir, Frieden mit mir, Frieden mit der Vergangenheit und Zukunft, Frieden mit den Dämonen in mir.

Zufrieden mit sich selbst sein, wo doch alle Welt etwas auszusetzen hat an Menschen, ganz gleich, wie sie eigentlich sind. Sind sie zu laut oder zu leise, sind sie zu intelligent oder nicht schlau genug. Sind sie zu dick oder zu dünn, sind sie zu krank oder zu gesund, es scheint, dass nichts zufriedenstellend ist in der Gesellschaft in der wir uns bewegen, an der wir uns messen und in der wir uns vergleichen. Vergleichen mit scheinbaren Idealen, die uns vieles suggerieren, nur keine Zufriedenheit.

Ich persönlich war noch nie zufrieden mit meinem Gewicht, seit ich denken kann, begleitet mich dieses Thema und sorgt regelmäßig dafür, dass ich mich nicht so leiden mag, wie ich bin. Dabei ist es ganz gleich, ob das in Zeiten war, in denen ich über 100 kg auf die Waage brachte oder auch nur 60, zufrieden war ich nie, ich wollte immer mehr bzw. weniger. Gemessen an Idealen der Medienwelt, des eigenen Umfelds, im Hinterkopf das, was ich lernte und was mir beigebracht wurde, was Schönheit bedeutet.

Doch ist es nicht nur das Äußerliche, was mich nicht zufriedenstellt, so ist es auch mit meiner (Aus-)Bildung. Ich war nicht zufrieden mit meinem Job, oder mit meiner Ausbildung, die ich lernte. Eine Ausbildung, die man eben so macht, weil Versicherung ein sicheres Feld ist und dabei alle anderen wohl zufrieden sind, nur nicht ich selbst. Nach dieser Ausbildung, arbeitete ich als Kundenberaterin, doch ich war noch immer nicht zufrieden, es fehlte was. Also begann ich ein berufsbegleitendes Studium, welches mich doch endlich zufrieden stellen sollte. Ich kann vorwegnehmen, dass dies nicht der Fall war. In einigen Beiträgen schrieb ich bereits darüber, dass ich mein Leben über den Haufen warf, um Psychologie zu studieren, was mich wohl zufriedener gestellt hat als alles bisher in meinem Leben. Doch auch dort kamen schon bald die ersten Vergleiche, die Zweifel, nicht gut genug zu sein, auch hier nicht zufrieden zu sein mit der Leistung, die ich erbringe, keinen Frieden in und mit mir zu finden.

Wieder gemessen an der Umwelt, an den Kommilitonen, ohne dabei alle Faktoren zu berücksichtigen, die eine Rolle spielen. So war ich auch hier unzufrieden in meinem Traumstudium, von dem ich mir doch Zufriedenheit erhoffte. Eine Zusage für meine Ausbildung zur Psychotherapeutin, sollte man meinen, stellt mich zufrieden, ich bin meinem Traum so nah wie noch nie.

Doch in mir, da ist eine Instanz, ein Konzept, welches wohl der Anspruch an mich selbst ist, mit dem was ich erreiche, mit dem was ich bin, nicht zufrieden zu sein. So rasen meine Gedanken über ein Angebot der Promotion, welches ich nüchtern betrachtet, als psychologische Psychotherapeutin gar nicht brauche, eine Stimme in mir sagt mir dennoch: “Mach es, vorher wirst du nicht zufrieden sein, hier musst du wieder beweisen, dass du das kannst, dass du das schaffst.” 

Dieser innere Anspruch an mich, immer noch eine bessere Version von mir zu werden, ist wohl der Grund, wieso ich keinen Frieden mit mir schließen kann.

Die Dämonen der Angst, die Angst zu versagen, die Angst nicht genug zu sein, nicht gut zu sein, noch viel besser sein zu können, als man selbst und andere glauben, kreisen in meinen Gedanken und sorgen für Unfrieden.

Was ist man schon wert, als einer unter vielen? 

Dabei ist man doch immer einer unter vielen und das ist auch okay so, eine dünne Person unter vielen dünnen Personen, eine Psychologin unter vielen Psychologinnen, eine Doktorandin unter vielen Doktorandinnen. 

Zufriedenheit bedeutet nicht immer mehr oder besser zu sein als andere, es bedeutet sein Bestes zu geben für das, was für einen selbst am Besten ist, es bedeutet Frieden mit sich selbst zu schließen, sich selbst nicht zu prügeln sondern liebevoll mit sich umzugehen. Sich um sich selbst zu sorgen, sich an sich selbst und nicht an anderen zu messen, auf das zu hören, was das Herz und nicht verzerrte Gedanken einem sagen. Nachsichtig mit sich zu sein, sich selbst Fehler zu verzeihen, sich Schwächen einzugestehen und diese zu akzeptieren, Vergangenes Vergangen sein lassen und seine Unvollkommenheit unter all den Unvollkommenen zu genießen und auch zu feiern. Ich wünsche mir, eines Tages zufrieden zu sein.

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Unzufriedenheit geht Hand in Hand mit dem Gefühl nicht (gut) genug zu sein. Und wie schon von Laura erwähnt, hat auch Tina das äußere im Blick, mit dem wir oft unzufrieden sind und findet von dort zu einer inneren Zufriedenheit. 

Dreams
Tina

Eigentlich wollte ich diese Woche kein „Mensch zu Mensch“ Artikel schreiben. Doch während ich gerade am Editorial sitze, habe ich mich kurzerhand umentschieden.

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt: Was würde ich machen, wenn ich heute einen Millionenbetrag im Lotto gewinnen würde.

Und obwohl ich eigentlich ein eher bescheidener und genügsamer Mensch bin, sah meine Vorstellung von einem Lottogewinn vor ein paar Jahren doch sehr protzig aus.

Ich denke, es ist ein großer Unterschied, ob man in einer reichen Familie groß geworden ist, oder ob man durch einen Lottogewinn zu den Neureichen zählt. Wer in Reichtum aufgewachsen ist, ist in der Lage mit Geld umzugehen, weil er Besitz gewohnt ist. Der große Reiz, sich ständig Wünsche zu erfüllen, ist nicht mehr präsent, weil er weiß: er könnte wenn er wollte. Der Neureiche hingegen wird quasi über Nacht zum Millionär und kann sich seine langersehnten Träume von einer Sekunde auf die andere erfüllen. Und genau diese glücklichen Fügungen sind es dann auch, in der sich mit der Zeit die Unzufriedenheit einschleicht. Weil man gar nicht gelernt hat, mit soviel Geld umzugehen. Und auch mir wäre es ganz genauso ergangen.

Endlich hätte ich das Kapital für meinen langersehnten Traum von einem eigenen Cafe. Gefolgt von einem durchgestylten Haus mit viel Glas. Und dazu die passende Designer-Einrichtung, die im kühlen Weiß gehalten ist. Natürlich dürfen Marken-Fummel und die komplette Taschen-Kollektion von Louis Vuitton nicht fehlen.

Normalerweise würde ich jetzt noch atemberaubende Luxusreisen und eine schicke Yacht aufzählen, doch das käme mit meiner Angststörung nicht überein.

Die materielle Dinge wären somit aufgezählt. Doch die eigentliche Geldinvestition würde in mein Äußeres fließen. Ich war schon immer eine große Fürsprecherin der Schönheitschirurgie. Wenn ich könnte, wie ich wollte, wäre ich ein wandelndes Silikonkissen. Ein bisschen Silikon hier und ein wenig Hyaluron dort. Der Schönheitschirurg wäre in Nullkommanichts mein best friend.

Doch auch dort würde die Unzufriedenheit lauern. Ich würde nie mit meinem Äußeren zufrieden sein, wäre nie mit mir im Reinen. Hätte ich eine OP überstanden, dann wäre schon die nächste in meinem Terminkalender notiert. Ich würde ständig einen neuen Makel an mir entdecken bzw. mir einbilden.

Aber wie gesagt, diese Vorstellung liegt schon ein paar Jahre zurück. Inzwischen ist von dieser materiellen Denkweise nicht mehr viel übrig geblieben. Denn wenn ich jetzt im Lotto gewinnen würde, dann läge jetzt mein Fokus auf eine Hundefarm für gequälte Tiere. Damit jedes Schnüffelschnäuzchen wenigstens einmal im Leben erfährt, was Liebe bedeutet. Der Traum von einem eigenen Cafe ist zwar nach wie vor geblieben, aber es wäre nur ein weiteres Cafe von vielen in einer Großstadt wie Frankfurt am Main. Auch würde ich in meiner Wohnung wohnen bleiben und nur die ein oder andere Kleinigkeit meiner Innenausstattung ändern. Den Rest des Geldes würde ich anlegen, sodass ich von den Zinsen leben könnte. Und was die Schönheitsoperationen angehen, würde ich mir mit Hyaluron meine Lippen ein klein wenig aufspritzen lassen. Doch für diese Kleinigkeit brauche ich nicht im Lotto zu gewinnen. Das könnte ich zu jeder Zeit tun. Und da ich es noch nicht getan habe, beweist mir, dass ich weder volle Lippen noch einen Lottogewinn brauche, um mich attraktiv und zufrieden zu fühlen.

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Zufriedenheit scheint wie eine Mischung aus Moment und Weg, den man beschreiten muss. Ein Weg mit zufriedenen Momenten, mal leicht zu finden, mal steinig, mal bemerkt man ihn erst wenn man schon einen Teil der Strecke zurückgelegt hat. Und mal steht die Angst auf diesem Weg und blockiert ihn, mal begleitet sie uns auf diesem Weg. Für Annika ist steht am Wegesende und auf einigen Etappen ein kuscheliges Bett der Zufriedenheit. 

Mut zur Zufriedenheit
Annika

Zufriedenheit. Wenn ich den Begriff ausspreche, denke ich an ein warmes, wohliges Gefühl. Wie ein weiches Bett, in das ich fallen kann, das sanft unter mir einsinkt, in dem ich mich geborgen und angekommen fühle. Irgendwie suche ich schon mein ganzes Leben lang nach einem Status der allgegenwärtigen Zufriedenheit. Wirklich bewusst wurde mir das allerdings erst vor knapp einem Jahr, als mich meine Psyche noch einmal ordentlich umgeworfen hat. Von Zufriedenheit war ich nämlich zu diesem Zeitpunkt so weit entfernt, wie man es sich nur vorstellen kann. Ich war unzufrieden mit mir und mit meinem Stressmanagement. Ich war enttäuscht, weil ich meine eigenen Erwartungen und Vorstellungen nicht erfüllen konnte. Und ich war frustriert und überfordert, weil ich nun gezwungen war, einen neuen Plan vom Leben zu entwickeln - und das mitten in einer Pandemie und gefangen in dem Gefühl, das ich nicht in der Lage wäre, auch nur irgendetwas Konstruktives zu entwickeln.

Anstatt eines warmen, weichen Bettes voller Zufriedenheit fühlte es sich für mich so an, als wäre eine dunkle, schwere Decke über mich gestülpt worden. Und diese Decke nahm mir Freude, Bewegungsfreiheit, Autonomie - all die Dinge, die ich benötige, um wirklich zufrieden zu sein.

Ich habe mich in den letzten Monaten aus der Decke heraus gekämpft. Noch gibt es Tage, an denen ich es nicht ganz schaffe, aus ihrem Griff auszubrechen. Aber für den Großteil meiner Zeit gelingt es mir ganz gut, sie von mir abzustreifen. Auch in meinem Umfeld ergeben sich nach und nach immer mehr Dinge, die es mir ermöglichen, endlich wieder in eine positivere Zukunft schauen zu können. Eigentlich ist also alles super.

Eigentlich.

Uneigentlich trage ich seit dem Abstreifen der Decke eine Angst in mir umher, die mich schon eine ganze Weile nicht mehr besucht hat. Ich habe plötzlich Angst davor, glücklich zu sein. Freude zu empfinden. Weil mir meine Glaubenssätze einreden möchten, dass ich nur mit negativen Erlebnissen oder Erfahrungen umgehen kann, wenn ich mich bereits im Vorfeld darauf einstelle, dass sie eintreffen werden. Um vorbereitet zu sein, wenn sie irgendwann vor mir liegen. Weil irgendetwas in mir fest davon überzeugt ist, dass es nicht „einfach mal gut“ sein kann. Und weil doch schließlich irgendwie immer irgendwo ein Haken wartet.

Oder?

Wenn ich darüber genau nachdenke oder es hier aufschreibe, merke ich selbst, wie sehr ich mir eigentlich damit im Weg stehe. Wie ich mir den Weg in mein warmes, weiches Bett voller Zufriedenheit selbst verbaue. Weil ich Angst habe. 

Mal wieder.

Und genau an diesem Punkt schlägt meine Enttäuschung wieder zu. Ich wollte mir doch mein Leben nicht mehr von meiner Angst diktieren lassen. Ich wollte verhindern, dass sie meine Entscheidungen und meine innere Einstellung beeinflusst. Ich. wollte. selbstbestimmt. sein. Und nun? Habe ich denn überhaupt nichts in den letzten Jahren gelernt? Oder - noch schlimmer - wirken all meine erlernten Techniken nicht mehr ausreichend, um meine Angst in die Schranken zu weisen?

Nein.

Wieso ich das so klar sagen kann? Weil ich in den Hochzeiten meiner Angst nicht in der Lage war, sie auch nur in irgendeiner Form rational zu reflektieren. Weil ich nicht selbst erkannt habe, dass die Gedanken, die meine Angst mir da versucht einzureden, kein Teil von mir sind. Weil ich nicht verstanden habe, woher sie eigentlich kommt und was da genau mit mir passiert. Weil ich mich ausgeliefert und hilflos gefühlt habe. Und weil ich für eine lange Zeit überzeugt war, dass das nun mal ab jetzt mein Leben wäre und ich mich daran - wohl oder übel - gewöhnen muss.

Meine Angst davor zufrieden zu sein, resultiert eigentlich aus der Angst davor, dass die Zufriedenheit auch mal wieder verschwindet - und davor, dass ich mit diesem Status dann nicht umgehen kann. Meine Angst flüstert mir ins Ohr, dass es nur ein Schwarz oder Weiß gibt: Entweder bin ich rund um die Uhr und für alle Zeiten zufrieden oder eben genau das Gegenteil. Und was wäre, wenn die Zufriedenheit dann tatsächlich irgendwann geht und da dann nur noch diese dunkle, schwere Decke auf mir liegt? Für den Rest meines Lebens? Vielleicht würde ich mir dann ja wünschen, dass ich nie von dieser verbotenen Frucht der Zufriedenheit gekostet hätte - weil ich dann nicht wüsste, was ich nun wieder vermisse; jetzt, da sie wieder gegangen ist. 

Mein rationales Denken hält allerdings fleißig dagegen. Ich weiß, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Ich weiß, dass es in Ordnung ist, sich auch mal schlecht zu fühlen und dass das nicht sofort bedeuten muss, dass ich in eine erneute Depression verfalle. Ich weiß, dass sich die positiven und schönen Momente der Zufriedenheit wahrscheinlich auch nur deshalb so schön anfühlen, weil man zuvor einmal die Dunkelheit erlebt hat. 

Und so diskutiert mein rationales Denken mit meiner Angst. Es ist ein recht ausgeglichener Kampf, aber in der letzten Zeit muss meine Angst immer mal wieder die weiße Fahne wedeln. Das sind dann die Momente, in denen ich kurz Zufriedenheit spüre. Wenn ich im Gras an der Elbe sitze und erstaunt darüber bin, wie viel Stille man in einer Großstadt finden kann. Wenn ich Musik höre und dabei anfange, durch meine Wohnung zu tanzen. Wenn die Hundeschnute auf meinem Bein liegt und mich schlafend vollsabbert. 

Meine Angst und diese Momente lösen sich oft gegenseitig ab. Das ist zwar ein emotionales Auf und Ab und manchmal ziemlich anstrengend, aber irgendwie ist es auch ein Erfolg. Die Momente der Zufriedenheit habe ich mir nämlich hart erarbeitet - und mache es immer noch. Sie sind ein Beweis dafür, dass ich mich auf einem richtigen Weg befinde. Und vielleicht will mich meine Angst auch nur dann und wann daran erinnern, wo ich einmal stand und was ich bereits geschafft habe. Und das ist dann schon okay.

Tipps der Woche

„Du hast schon alles, was Du brauchst“:
Zufriedenheits-Tipps aus dem Netz
„Wenn du dich, deine Mitmenschen und alles, was um dich herum geschieht, akzeptierst und nicht verurteilst, erlebst du Zufriedenheit“, schreibt das Magazin “foodspring” in seinen Tipps für mehr Zufriedenheit. Außer Akzeptanz sind weitere Tipps soziale Kontakte, das Meistern neuer Herausforderungen (Selbstwirksamkeit) und ein gesunder Körper.

Das Ratgeberportal “Zeitzuleben” hat elf Tipps für mehr Zufriedenheit im Alltag zusammengestellt, viele davon sind wahrscheinlich schon in Ansätzen bekannt: ein Dankbarkeitstagebuch führen, sich ändern dürfen (nicht müssen) oder Selbstwirksamkeit, d.h. erleben, dass ich durch mein Handeln mein Leben positiv beeinflussen kann. „Du hast schon alles, was Du brauchst“ ist dabei ein wohltuender Kerngedanke. Lebenslauf.net fügt noch „Vergleiche dich nicht mit anderen“ hinzu. Wichtig finde ich dabei, nicht noch mehr Druck aufzubauen im Streben nach Zufriedenheit, sondern im Gegenteil dankbarer und lockerer zu werden — auch in Hinblick auf zu hohe Erwartungen an das Leben.
Zeitzuleben.de
Lebenslauf.net
foodspring.de

#BEATCovid mit Musik!
Das ZDF überträgt im Musikformat #BEATCovid halbstündige Wohnzimmerkonzerte in besonderer Atmosphäre. Die beiden Sessiontypen „Stay Live“ und „Kampnagel Session“ setzen gegen die immer noch schwierige Lage von Live-Künstlern ein Zeichen. Mit am Start sind hier Klassik- und Folk-Künstler, aber auch Duos mit bekannten Größen wie Danger Dan & Thees Uhlmann, Madeline Juno & LEA oder KLAN & MIA.
#BEATCovid

Dies und Das

Erfahrungsbericht
Wir alle wissen, wie gut es sich anfühlt, wenn man hört oder liest, dass es anderen genauso geht. Dass andere Menschen ähnlich empfinden, Ähnliches durchlebt haben. Das zeigt uns auch immer wieder euer Feedback auf unsere Texte aus der Rubrik “von Mensch zu Mensch”. Und auch beim Magazin “Jetzt” werden unter dem Titel “Talking Minds” Erzählungen und Erfahrungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen thematisiert. In der aktuellen Ausgabe geht es dort um generalisierte Angststörungen. Hier könnt ihr reinlesen.
Jetzt  

Eine zufriedene Playlist 
Wir servieren euch einen bunten Strauß an Songs, die wir persönlich mit Zufriedenheit in Verbindung bringen, die vielleicht Zufriedenheit in uns herstellen.  
The Rolling Stones - (I Can't Get No) Satisfaction (Live in Irland 1965) 
Sir Simon - Comfort Noise 
BAP - Et ess wie’t ess
The Weakerthans - Sun in an Empty Room
The Great Faults - Higher & Higher
Burkini Beach - The World at Our Fingertips
Die Ärzte - Himmelblau  
Contentment - Nuit Blanche

Und damit wünschen wir Euch einen zufriedenen Start in die neue Woche!

Und falls Ihr nun Lust bekommen habt, eigene Beiträge zu schreiben und uns in unserer Arbeit zu unterstützen. Schreibt uns gerne unter angstfrei.news@gmail.com - wir freuen uns auf Euch!

Euer angstfrei.news Team.

Wer Lust hat, täglich von uns zu hören und mit uns in Kontakt zu treten, der kann uns auf Instagram finden, folgen und Nachrichten schicken. Wir freuen uns schon auf Deine Nachricht!

Kleine Erinnerung:
wir freuen uns sehr, wenn ihr dieses neue Format mit einem Extra-Feedback bedenkt, nur so können wir lernen. DANKE!

Ihr wollt unsere Arbeit unterstützen: Spenden und Fördermitgliedschaft bei der Deutschen Angst-Hilfe e.V.

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