Was ist MASH?

Die Münchner Angst-Selbsthilfe (MASH) wurde 1989 gegründet. Der Gründer, Gerhard Schick, litt selbst jahrelang unter Panikattacken, Agoraphobie und Sozialer Phobie.

MASH will jene Menschen unterstützen, für die Angst (ausgeschlossen Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Zwangserkrankungen) zum Problem geworden ist. In ihren Angstselbsthilfegruppen (derzeit 17 Gruppen in München) tauschen sich Betroffene gemeinsam mit anderen über die Problematik aus. Das hilft dabei, diese besser zu verstehen und Strategien für den Umgang mit der Angst im Alltag zu finden.

Der Verein versteht sich auch als Bezugspunkt für Menschen, die sich aufgrund ihrer Angst in eine Isolation geflüchtet haben und nun bereit sind, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Die MASH GruppenleiterInnen sind ehemals Selbstbetroffene. Sie erhalten Schulungen und werden durch Fachpersonal unterstützt.

Zusätzlich sieht die Münchner Angst-Selbsthilfe ihre Aufgabe in der Aufklärung über Angststörungen und deren Folgeproblematik für Betroffene und Angehörige (zum Beispiel Anbahnung sozialer Kontakte oder die emotionale Einbindung in eine Gruppe). MASH übernimmt hier auch Aufgaben, die das professionelle Gesundheitssystem zum Teil nicht leisten kann.

MASH wird dabei von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt und führt derzeit eine umfassende Evaluation ihrer Wirksamkeit durch [Stand Februar 2014].

MASH wird seit Jahren als modellhaft für eine effektive Zusammenarbeit zwischen professionellem Gesundheitssystem und Selbsthilfe angesehen und wird von der Landeshauptstadt München sowie den gesetzlichen Krankenkassen finanziell gefördert.