Vortrag “Angst als Chance im Kontext der Frühgeburt”

© Bundesverband “Das frühgeborene Kind” e.V.

Es ist bekannt, dass das Risiko für die Entwicklung einer Angststörung erhöht ist, sofern Menschen mit kritischen Lebensereignissen konfrontiert werden. Ein Beispiel für ein solches ist eine Frühgeburt. Sie bringt nicht nur Herausforderungen für das frühgeborene Kind an sich sondern auch für dessen familiäres Umfeld mit sich. Ängste der Eltern können beispielsweise die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes betreffen, in eine Überfürsorglichkeit übergehen und sich auf das frühgeborene Kind übertragen. Sind die Eltern zudem von vornherein ängstlich veranlagt (mütterliche Ängstlichkeit erhöht das Risiko für eine Frühgeburt) besteht beim frühgeborenen Kind ergänzend mit hoher Wahrscheinlichkeit eine biologische Prädisposition für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten. Dass eine Frühgeburt insbesondere Angststörungen begünstigt ist wissenschaftlich zwar umstritten, dennoch haben wir es bei Frühgeborenen mit einer prinzipiell vulnerablen Personengruppe zu tun, weshalb es sich lohnt sich mit ihnen über Erfahrungen mit Ängsten und Co. auszutauschen.

Diese und weitere Faktoren werden in unserem Vortrag “Angst als Chance im Kontext der Frühgeburt” beim 1. Online-Forum Erwachsene Frühgeborene und Lebensqualität des Bundesverbandes “Das frühgeborene Kind” e.V. am Freitag, den 17.09.21 von 11-12.30 Uhr thematisiert. Der Vortrag enthält auch praktische Übungen, Reflexions- und Austauschmöglichkeiten und zeigt in erster Linie auf, dass Ängste auch positive Aspekte mit sich bringen und wir einen Umgang mit ihnen lernen können. Das gesamte Forum mit Vorträgen von renommierten Wissenschaftlern, Workshops und Austauschrunden findet vom Donnerstag, den 16.09. ab 17 Uhr bis Samstag, den 18.09. komplett kostenlos statt:

© BV “Das frühgeborene Kind” e.V.

Näheres und den Link zur Anmeldung gibt es hier: https://www.fruehgeborene.de/events/forum-erwachsene-fruehgeborene. Wir freuen uns auf viele Teilnehmende und anregende Gespräche.

Quellen:

Harrell, C. (2020): Studie zu Eltern von frühgeborenen Kindern. Objektiv belastet. URL: https://www.uni-due.de/2020-05-25-studie-zu-eltern-von-fruehgeborenen (zuletzt aufgerufen am 07.09.21). 

Deutsches Ärzteblatt (2016): Frühgeburt könnte psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter begünstigen. URL: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65859/Fruehgeburt-koennte-psychische-Erkrankungen-im-Erwachsenenalter-  beguenstigen (zuletzt aufgerufen am 03.09.21).

Deutsches Ärzteblatt (2017a): Niedriges Geburtsgewicht: Ein Risikofaktor für psychische und soziale Probleme. URL:   https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73027/Niedriges-Geburtsgewicht-Ein-Risikofaktor-fuer-psychische-und-soziale-  Probleme (zuletzt aufgerufen am 03.09.21).

Deutsches Ärzteblatt (2017b): Frühgeborene: Erhöhtes Risiko für Angststörungen und Depressionen widerlegt. URL: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77271/Fruehgeborene-Erhoehtes-Risiko-fuer-Angststoerungen-und-  Depressionen-widerlegt (zuletzt aufgerufen am 03.09.21).

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